Samstag, 7. März 2015

Die Entdeckungen der Gwen Carrick von Martha Lea [Rezension]




Beschreibung:


Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Droemer HC (2. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342619984X
ISBN-13: 978-3426199848
Preis: 19,99 €

Inhalt:

Cornwall, 1859. Gwen Carrick ist eine ungewöhnliche Frau. Statt sich für häusliche Dinge zu begeistern, liebt sie die Naturwissenschaften. Da ihr der Zugang zur Universität verwehrt ist, zeichnet und malt sie die Insekten ihrer Heimat. Bei einem ihrer Ausflüge lernt sie den Arzt Edward Scales kennen und verliebt sich sofort in ihn. Denn Edward verspricht ihr Freiheit, Selbstbestimmung und Anerkennung als Wissenschaftlerin. Und so lässt sie sich auf eine gewagte Reise zur Erforschung der Insekten im Amazonas-Becken ein, nicht ahnend, dass Edward ein Geheimnis verbirgt, das alles zerstören könnte.

Rezension:

Dieses Buch versprach anhand des Klappentextes und des Covers ein sehr interessantes Leseerlebnis zu werden. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Direkt zu Beginn erfährt man, dass Edward Scales ermordet wurde und dann springt die Handlung sieben Jahre zurück. Während die Geschichte bis zum Mord an Edward erzählt wird werden immer wieder die Zeitungsartikel zum Mordprozess eingeflochten. Gleichzeitig wird die Handlung so konfus geschildert, dass ich bis zum Schluss nicht sicher bin, ob ich mir alles im Sinne der Autorin zusammengereimt habe. Immer wieder werden Lücken gelassen, Handlungen nicht zu Ende geschildert und die Szenen schnell gewechselt, dass ich teilweise sehr verwirrt war. Auch das die Personen nicht immer namentlich benannt wurden sondern dann nur in der 3. Person beschrieben werden warf bei mir Fragezeichen auf. Gerade wenn man dachte, jetzt ist die Handlung flüssig und man versteht alles wirft die Autorin wieder alles um. Was sehr schade ist und das Lesevergnügen deutlich trübte.

Das Gwen Carrick eine außergewöhnliche Frau ist mit ihrem Hang zur Naturwissenschaft wurde dem Leser gut verdeutlicht. Leider waren mir alle Charakter etwas zu emotionslos und steif. Ich hätte mir mehr Leidenschaft und Feuer gewünscht und richtig ausgearbeitete Szenen. Stattdessen blieb ich als Leser oft mit Fragezeichen zurück und frage mich auch jetzt: Was wollte mir die Autorin mit diesem Roman mitteilen?

Der Schreibstil und die Grundidee fand ich an sich super und ich habe für mich einen Satz gefunden, bei dem ich der Meinung bin, dass er gerade in unserer heutigen Zeit nicht unerwähnt bleiben sollte:

"Wir sollten versuchen, die Natur auf eine Weise zu verstehen, die sie nicht ausbeutet oder verwüstet oder dezimiert."
Diesen Satz finde ich brillant und treffend für die damalige Zeit und heute wichtiger denn je.

Ich habe wahrlich schon bessere Debütromane gelesen und finde es eigentlich sehr schade, denn ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut.


Trotz allem danke ich dem Droemer Knaur Verlag für dieses Leseexemplar recht herzlich.

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