Dienstag, 14. Juni 2016

Die Gestirne von Eleanor Catton [Rezension]


Beschreibung:

Gebundene Ausgabe: 1040 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442754798
ISBN-13: 978-3442754793
Originaltitel: The Luminaries

Preis eBook: 19,99 €
Preis Hardcover: 24,99 €

Inhalt:

Die literarische Sensation des Jahres von der jüngsten Booker-Preisträgerin aller Zeiten!

In einer Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands gibt es ein Geheimnis. Und zwei Liebende, die einander umkreisen wie Sonne und Mond.

Als der Schotte Walter Moody im Jahr 1866 nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln. Und schon bald wird Moody hineingezogen in die rätselhaften Verstrickungen der kleinen Goldgräbergemeinde, in das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.

Rezension:

Wo soll ich anfangen ? Reden ist silber, Schweigen ist gold. Aber ich kann einfach nicht dazu schweigen. Ich muss gestehen, dass war das erste Buch dieses Jahr, bei dem ich aufgegeben habe. Mehr als 300 Seiten habe ich mich durchgeschleppt und so schwer es mir auch fiel, nichts konnte mich dazu bringen es weiter zu lesen. Ich weiß dieser Roman ist die Sensation des Jahres 2015 und hat einen Preis erhalten, aber entweder bin ich für diesen Roman zu ungeduldig oder zu dumm. Und da ich nicht an meiner Intelligenz zweifeln möchte gehe ich einfach davon aus, dass es nicht das richtige Buch für mich war. 
Das Buch klang für mich spannend und ich war wirklich interessiert in diese preisgekrönte Welt abzutauchen. Voller Vorfreude nahm ich diesen Wälzer mit auf meine Kuschellesecouch und freute mich auf einen intensiven Leseabend. Leider verlor ich relativ schnell die Lust daran. Nun bin ich aber kein Mensch, der schnell ein Buch beiseite legt und es abbricht. Also weiter versuchen die Handlung zu erfassen und den Sätzen zu folgen. Dies stellte sich jedoch für mich relativ schwierig heraus, denn die Sätze sind ewig lang und verschachtelt. Das war schon eine Herausforderung, mir ging beim still lesen echt der Atem aus. Aber ok, damit hätte ich auch noch leben können, wenn mich die Handlung vorwärts gezogen hätte. Leider fehlte mir die Spannung und der Fluss. Ich fand es einfach nur mühselig den Überblick zu behalten und der Geschichte zu folgen. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich in Beschreibungen verliert. Man hat 100 Seiten gelesen und man ist in der Handlung kaum ein Stück voran gekommen. Das erklärt dann auch relativ schnell die hohe Seitenanzahl. Das astrologische Konzept hat sich mir leider auf den gelesenen Seiten ebenfalls nicht erschlossen. Die Personen waren für mich nicht wirklich greifbar und ich konnte keinen Bezug zu ihnen aufbauen. 
Sicher ist dieses Werk nicht ohne Grund Booker-Preisträger, aber es war leider absolut nichts für mich. 
Das wundervoll elegante Cover beeindruckt natürlich schon, aber es kommt eben doch auf den Inhalt an. Ich denke es gibt sicher eine große Anzahl an Lesern, die dieses Buch mehr als anspricht. Mich konnte es leider nicht überzeugen. 

Bewertung:

 


Kommentare:

  1. "Die Gestirne" war wirklich ein harter Brocken, sehr viel Arbeit zu lesen. Ich kann mich nicht erinnern, bei einem Buch jemals so gekämpft zu haben. Aber wenn man sich erst einmal durchgekämpft hat, dann wird man reichlich belohnt. Bewundernswert, wie sehr Catton diese Geschichte konstruiert hat. Ein beeindruckendes Buch, aber irgendwie auch deprimierend und ich kann vollkommen verstehen, dass du nach 300 Seiten aufgehört hast.

    Liebe Grüße,
    Sophie
    www.buchstabenmagie.blogspot.de

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    1. Ich habe mir die Arbeit nun erspart mich bis zum Ende hinzuquälen, aber vielleicht finde ich ja noch irgendwann später mal die Muse zu.

      Liebe Grüße
      Nici

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