Sonntag, 15. Januar 2023

Die Toten von Fleat House von Lucinda Riley [Rezension]

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Beschreibung:

Format: gebunden
Erscheinungstag: 27. Mai 2022
Seitenanzahl: 544
Originaltitel : The Murders at Fleat House
ISBN-13: 978-3442316724
Preis: 22,00€

Inhalt:

St Stephen's, ein kleines Internat im idyllischen Norfolk. Eines Tages kommt der 18-jährige Charlie Cavendish in Fleat House, einem der Wohnheime der traditionsreichen Schule, unter mysteriösen Umständen ums Leben. Der Direktor beeilt sich zu erklären, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt, aber die Polizei beginnt unter der Leitung von Detective Inspector Jazz Hunter zu ermitteln. Sie versucht, in den verschlossenen Kosmos des Internats vorzudringen, und findet bald heraus, dass Charlie ein machthungriger junger Mann gewesen ist, der seine Mitschüler gequält hat. War sein Tod ein Racheakt? Jazz taucht tief ein in ein Netz von Beziehungen, emotionalen Abhängigkeiten und offenen Rechnungen – und sie erkennt, dass sie weit in die Vergangenheit zurückgehen muss, wenn sie das Rätsel von Fleat House enthüllen will …

Rezension:

Schon seit seinem Erscheinen hatte ich dieses Buch ins Auge gefasst und wollte es unbedingt lesen. Der Klappentext traf bei mir direkt einen Nerv und ich wusste es könnte mir gefallen. Besonders reizte mich natürlich die Tatsache, dass es der einzige Kriminalroman der Autorin ist und ich wollte herausfinden, ob sie mich komplett mitreißen kann. Und was soll ich sagen? Ja, von Seite 1 hat sie mich abgeholt und das Buch weg zu legen fiel mir schwer. Ich war überrascht wie gut die Autorin auch dieses Genre beherrscht. Die Hauptprotagonistin war mir direkt sympathisch und so weckte die Geschichte auch die kleine Ermittlerin in mir. Die Handlung hat immer wieder spannende Wendungen und so manches Mal lag ich mit meinen Gedanken falsch. Bis zum Schluss war ich von einer klaren Auflösung weit entfernt und es blieb bis zur letzten Seiten ein richtig spannendes Lesevergnügen. 
Ich kann über dieses Buch wirklich nichts negatives sagen, denn immer wieder ereigneten sich Dinge, die ich so nicht vorhergesehen habe. Es sind viele unterschiedliche Charaktere mit ganz eigenen Geschichten. Wie Lucinda Riley hier die Gegenwart mit der Vergangenheit verwebt ist einfach nur großartig. Jeder Mensch hat eine Vergangenheit, aber hier spielt diese von so manchem eine essentielle Rolle. Die verschlungenen Pfade zur Auflösung werden keine Minute langweilig und führen den Leser auf so manchem Irrweg. 
Nach beenden dieses Romans war ich mit der Lösung mehr als glücklich und als Freund von Einzelbänden sollte sich bei mir große Zufriedenheit einstellen, aber das tut es nicht. Ich würde mir wünschen, dass es weitere Romane mit Jazz Hunter geben würde, aber leider ist dies ja nicht mehr möglich. Im Nachhinein betrachtet wünsche ich mir, dass Lucinda Riley uns dieses Werk schon eher geschenkt hätte und sie daraus eine Reihe gemacht hätte, Potential dafür ist mehr als ausreichend vorhanden. Ich kann nur jedem der auf spannende Lektüre steht diesen Roman ans Herz legen. Für mich war das ganz sicher nicht der letzte Roman von dieser Autorin, da ich ihren Schreibstil wirklich sehr mag und sie einfach eine wunderbare Art hat Geschichten zu erzählen.

Bewertung:

    

Dienstag, 14. Juni 2022

Das mangelnde Licht von Nino Haratischwili [Rezension]

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Rezensionsexemplar von der Frankfurter Verlagsanstalt



Beschreibung:

Format: gebunden
Erscheinungstag: 25. Februar 2022
Seitenanzahl: 832
ISBN-13: 978-3627002930
Preis: 34,00€

Inhalt:

Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit vom ins Taumeln geratenen Riesen stürzt der junge georgische Staat ins Chaos. Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt. Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben und eine Vergebung scheint möglich.

Rezension:

Seit "Das achte Leben" war ich neugierig auf diese Autorin, denn ich hatte so viel Gutes darüber gehört. Als ich nun sah, dass ein neuer Roman von ihr erscheint musste ich einfach herausfinden, ob sie mich auch so begeistern kann. Als das Buch dann bei mir eintraf musste ich sofort mit dem Lesen beginnen. Direkt auf den ersten Seiten fing mich der ruhige Erzählstil der Autorin ein. Was jedoch am Anfang beruhigend und spannend wirkte konnte mich später dann nicht mehr fesseln und machte mich zunehmend ungeduldiger. Vielleicht hätte ich doch "Das achte Leben" als erstes von der Autorin lesen sollen, denn dieser Roman hat mich leider nicht bis zum Ende fesseln können. Gut die Hälfte des Buches habe ich durchgehalten bis ich es dann endgültig aufgab. Interessiert mich wie die Geschichte ausgeht? Nicht wirklich. Mir wurden alle Personen des Hauses und Hofes vorgestellt, wobei die Schilderung teilweise so verwirrend war, dass ich manches Mal gar nicht wusste wer nun wer ist. Ich war zeitweise versucht mir ein Blatt anzulegen, auf dem ich alle genannten Charaktere und ihre Verbindungen festhalten wollte. Aber dann ist das kein entspanntes Lesen mehr für mich. Der Klappentext versprach eine spannende Geschichte aber ich empfand es eher als künstlich in die Länge gezogen mit spannungsaufbauenden Elementen deren Spannungsspitzen im Nirgendwo verpufften. Teilweise hatte ich das Gefühl, der Leser soll durch Andeutungen von einem schrecklichen Ereignis künstlich bei der Stange gehalten werden. Die Figuren waren für mich allesamt nicht wirklich greifbar und eine rechte Verbindung zur Erzählerin wollte sich bei mir auch nicht einstellen. Es wirkte auf mich unterkühlt und lieblos und selbst romantische Entwicklungen konnten mich nicht wirklich erreichen. Ich habe es einfach nicht gefühlt. Und da ich zunehmend das Gefühl bekam, dass die Geschichte sich in Belanglosigkeiten und ausufernden Schilderungen verliert habe ich schließlich aufgegeben und das Lesen abgebrochen. Vielleicht ist der Stil der Autorin einfach nichts für mich oder vielleicht war es auch der falsche Moment für dieses Buch, doch letztlich bin ich enttäuscht das dieser Roman nichts bei mir auslösen konnte. Da ist keine Neugier, wie die Geschichte ausgeht und auch keine Emotion bezüglich der Figuren. Die Autorin wird sicher viele Leser begeistern, doch leider gehöre ich nicht dazu. 

Bewertung:

 

Mittwoch, 26. Januar 2022

"Der Junge auf dem Berg" von John Boyne [Rezension]

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Beschreibung:

Format: eBook
Erscheinungstag: 27. März 2019
Seitenanzahl: 304
Originaltitel: The Boy at the Top of the Mountain
ISBN-13: 978-3733502706
Preis eBook: 9,99€
Preis TB: 10,00€

Inhalt:

Mit ›Der Junge auf dem Berg‹ kehrt John Boyne in das dunkelste Kapitel unserer Geschichte zurück.
Vom Autor des Welterfolgs: ›Der Junge im gestreiften Pyjama‹

Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich in den deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz.
Schnell gerät der Junge unter den direkten Einfluss des charismatischen Führers. Um ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit – auch zum Verrat.

Ein brandaktuelles Buch in Zeiten des weltweiten Rechtsrucks.


Rezension:

Ich habe den berühmten Roman "Der Junge im gestreiften Pyjama" von John Boyne nicht gelesen, wusste aber von seinem Erfolg. Als ich durch Zufall auf dieses Buch stieß war meine Neugier durch den Handlungsort unmittelbar geweckt. Ich habe schon so einige Bücher über diese Zeit gelesen und war daher gespannt, welche Geschichte mich hier erwarten wird. 
Zu Beginn des Romans lernen wir Pierrot vor der Zeit des Krieges und in seiner Familie kennen und ich muss sagen, dass das für mich der sympathischste kleine Kerl überhaupt war. Aber auch hier fließen schon die Folgen des 1. Weltkrieges anhand des Vaters von Pierrot, der Soldat war, in die Handlung ein. Welche Nachwirkungen dieser Krieg hat wird erschreckend ehrlich dargestellt und macht deutlich wie sehr das Erlebte Menschen veränderte. Schon bald begleiten wir Pierrot auf seiner Reise zum Obersalzberg. Und dieser kleine unschuldige Junge erlebt auf seinem Weg auch das ein oder andere, was sich ihm stark einprägen wird. Völlig unwissend kommt er im Berghof an und fast möchte man ihn beiseite nehmen und ihm alles erklären. Doch im Laufe der Jahre verändert sich Pierrot und wurde mir zunehmend unsympathischer, aber genau dadurch schafft es der Autor, dass man schon fast schockiert darüber ist, wie Menschen aufgrund äußerer Einflüsse eine charakterliche Wandlung vollziehen. Anhand von diesem kleinen Jungen, der unter dem Einfluss von Hitler und seinen Ideologien zu einem jungen Mann heranwächst wird dem Leser verdeutlicht wie es wahrscheinlich vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der damaligen Zeit ergangen sein könnte. Aber es werden auch immer wieder die Schattenseiten beleuchtet, die Angst der Menschen aufzufallen, etwas falsches zu sagen oder einfach nur jemanden an einem schlechten Tag zu begegnen. Auch welche Anfeindungen die Menschen jüdischen Glaubens über sich ergehen lassen mussten wird sehr bildlich dargestellt. 
Was mich ein wenig störte war die Widersprüchlichkeit in der Figur des Pierrot. Er ist  einerseits 7 Jahre alt, total belesen, schlau und intelligent, aber andererseits hat er noch nie was von Hitler oder den Zuständen in Deutschland gehört. Er versteht dann auch manche Dinge einfach nicht, reagiert trotzig und für mich fast dumm. Je älter er wird, desto mehr verhält er sich meiner Meinung nach zu erwachsen, ist dann aber wieder total kindisch. Für mich war in diesem Charakter eine leichte Disharmonie. Aber für die Darstellung der Handlung waren vielleicht diese extremen Gegensätze genau richtig. Ich empfand es jedoch ein wenig störend und irritierend. 
Dieser Roman ist aber ein wichtiges Buch für alle Jugendlichen, um ihnen diese dunkle Zeit unserer Geschichte näher zu bringen. Er vermittelt geschichtliches Wissen auf eine vielfältige Art und Weise ohne reißerisch zu sein. Gewisse Vorkenntnisse der Geschehnisse und wichtigen Personen dieser Zeit sollten jedoch bereits vorhanden sein. Ich würde dieses Buch jedem Jugendlichen empfehlen, der im Geschichtsunterricht gerade die Thematik des 2. Weltkriegs behandelt. 

Bewertung:

   

Dienstag, 17. August 2021

"Cursed - Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit" von Jennifer L. Armentrout [Rezension]

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Beschreibung:

Format: broschiert
Verlag: ivi
Erscheinungstag: 5. Oktober 2020
Seitenanzahl: 400
Lesealter: 14 Jahre und älter
ISBN-13: 978-3492705899
Preis: 15,00 €

Inhalt:

Sterben ist ätzend – das weiß die 17-jährige Ember McWilliams aus eigener Erfahrung. Nach einem verhängnisvollen Autounfall hat ihre kleine Schwester sie dank einer übersinnlichen Gabe von den Toten zurückgeholt. Eigentlich nicht schlecht, nur dass seither alles, was Ember berührt, stirbt. Sie hält sich gewissenhaft an ihre Regel, nichts Lebendiges zu berühren – Jungs eingeschlossen. Doch als Hayden Cromwell an ihrer Schule auftaucht und behauptet, Ember könne ihren Fluch mit seiner Hilfe kontrollieren, weckt er ihr Interesse. Ember würde alles dafür tun, wieder andere Menschen berühren zu können. Sie möchte die Hand ihrer kleinen Schwester halten. Und sie muss zugeben, dass sie auch gerne Hayden küssen würde.

Ungewöhnliche Gaben und spannende Action – der packende Einzelroman von Jennifer L. Armentrout!

Rezension:

Ein neues Werk von Jennifer L. Armentrout und mal keine Reihe. Ich liebe die Geschichten der Autorin und noch mehr mag ich, wenn ich nicht auf den nächsten Band warten muss. Dann hatte dieses Schätzchen noch goldene Elemente und einen Klappentext der eine spannende Story versprach. Also was konnte ich anderes machen, als dieses Schmuckstück zu kaufen? Nichts, außer es in den Einkaufswagen zu packen, genau. 
Vorweg muss ich sagen. Oh mein Gott !!! Ich habe dieses Buch nur so inhaliert und ich kann jetzt schon sagen, dass es für mich dieses Jahr ein Highlight ist. Es hat mich mitgerissen, ich habe teilweise den Atem angehalten und es ließ mein Herz schneller klopfen. Dieses Buch hat den Titel Pageturner wirklich mehr als verdient. Dieser Roman hatte alles was man sich als Leser nur wünschen kann. Spannende, fantastisch mysteriöse Elemente, dazu jede Menge Gefühl und um es perfekt abzurunden rasante Action. Auch Intrigen und Streitereien, sowie Misstrauen dürfen nicht fehlen. Alles zusammen in Kombination machten diese Story rundherum für mich perfekt. 
Die Charaktere trugen auch ihren Teil dazu bei. Ember ist wirklich eine starke Persönlichkeit und ihre Familie steht für sie an erster Stelle. Das sie aber niemanden berühren darf macht ihr ganz schön das Leben schwer. Noch dazu muss sie das meiste mit sich selbst ausmachen, hat keinerlei Unterstützung und kann sich niemanden anvertrauen. Wie sie trotzdem alles meistert ist einfach nur bewundernswert. Als sie dann Hayden das erste Mal erblickt klopfte mein Herz gleich schneller. Er ist ein wirklich toller Charakter mit seiner gesamten Erscheinung, seinem Humor, seinem Ehrgeiz und seiner beschützenden Art. Man möchte sich am liebsten in seine Arme kuscheln. Dazu kommen noch ein paar zwielichtige Protagonisten, die einen ins grübeln bringen und eine spannungsgeladene sich zuspitzende Handlung. 
Embers und Haydens Weg ist kein leichter und stellt sie vor einige Herausforderungen. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich dieses Buch beendet und meine Gefühle und mein Innerstes waren so durchgerüttelt, dass ich am liebsten direkt wieder begonnen hätte das Buch erneut zu lesen. Für mich ganz klar ein Jahreshighlight und ich freue mich auf weitere großartige Romane der Autorin. Ich kann nur sagen: Ihr müsst es lesen !!!

Bewertung:

    

Donnerstag, 4. März 2021

"Die Rabentochter" von Karen Dionne [Rezension]

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Beschreibung:

Format: broschiert
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstag: 16. November 2020
Seitenanzahl: 352
Originaltitel : The Wicked Sister
ISBN-13: 978-3442489343
Preis: 13,00 €

Inhalt:

Fünfzehn Jahre ist es her, dass die damals 11-jährige Rachel Cunningham ihre Mutter erschoss. Ein tragischer Unfall – so ihre Erinnerung. Seither lebt Rachel freiwillig in einer psychiatrischen Klinik, ohne ihre Schuldgefühle je überwunden zu haben. Doch Trevor Lehto, ein Bekannter und angehender Journalist, möchte für eine Reportage mehr über den damaligen Fall herausfinden. Auch in Rachel erwacht der Wunsch, sich endlich der ganzen Wahrheit zu stellen. Wild entschlossen verlässt sie die Klinik und fährt zu ihrer Tante Charlotte und ihrer Schwester Diana, die im Elternhaus von Rachel und Diana leben, einem herrschaftlichen Jagdhaus. Damit begibt sich Rachel jedoch in höchste Gefahr, denn die beiden hüten ein tödliches Geheimnis ...

Rezension:

Ich hatte von der Autorin schon durch die Moortochter gehört, aber da bin ich nur um das Buch rumgeschlichen habe es aber nie gekauft. Bei diesem Buch habe ich das Cover gesehen und dazu den Klappentext, nach dem Lesen der Leseprobe war für mich klar, ich muss dieses Buch kaufen. 
Man ist direkt in der Geschichte drin, denn wir lernen als erstes Rachel in ihrer aktuellen Situation in der Klinik kennen. Sie war mir von Beginn an sympathisch und was sie erleben und durchmachen musste tat mir einfach nur leid. An ihr wird uns deutlich aufgezeigt, welche merkwürdigen Wege unser Gehirn wählt wenn wir Traumatisches erleben. 
Die gesamte Handlung wird uns aus zwei Perspektiven erzählt, also Vergangenheit und Gegenwart. Das macht das ganz dynamisch und eröffnet uns einen weiteren Blick auf das Geschehen. War das Buch deswegen ein Pageturner? Stellenweise... ich fand die Grundstory wirklich interessant und wollte natürlich auch wissen wie es ausgeht. Aber nachdem die Rahmenhandlung bekannt war empfand ich es stellenweise als langatmig und war sogar teilweise etwas genervt, weil ich dachte es geht nie vorwärts. Man erfährt zwar immer wieder häppchenweise neue Details und man legt sich im Kopf auch eigene Theorien zurecht, aber wenn man das Gefühl hat die Handlung stagniert werde ich zumindest schnell ungeduldig. Und auf den letzten 80 Seiten kommt Bewegung in die Sache alles geht Knall auf Fall und alles fügt sich an seinen Platz. Hat das Buch damit einen perfekten Abschluss? Also es bleibt eventuell nur eine Frage offen und alle anderen werden beantwortet, aber perfekt ist was anderes. Es geht dann wirklich Schlag auf Schlag und alles fügt sich so perfekt und für alles gibt es die passende Lösung, dass es für mich total überzogen und unrealistisch war. Ich kann dies leider hier nicht ausführen, da ich sonst das gesamte Buch spoilern würde was ich nicht möchte. 
Mein Fazit zu diesem Psychothriller: eine gute Grundstory, sympathische Charaktere und passende Antihelden mit einem Ende, dass nicht offen gehalten wurde. Allerdings hat sich alles zu sehr gefügt, mit Längen in der Mitte und Überstürzung am Ende. Ich fühlte mich auf den letzten 30 Seiten ein wenig abgefertigt. Ein solider Psychothriller, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte. 

Bewertung: