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Montag, 4. Januar 2021

"Das Meisterwerk" von Francine Rivers [Rezension]

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Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar von Gerth Medien. Vielen Dank dafür.





Beschreibung:

Originaltitel: The Masterpiece
Format: gebunden
Verlag: Gerth Medien GmbH
Erscheinungstag: 19. Juni 2018
Seitenanzahl: 576
ISBN-13: 978-3957342331
Preis: 22,00 €

Inhalt:

Roman Velasco und Grace Moore scheinen auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam zu haben: Er ist ein erfolgreicher Künstler, sie trägt Secondhand-Klamotten und hält sich mit Aushilfsjobs über Wasser. Nachdem Grace als Romans neue Assistentin eingestellt wird, prallen nicht nur äußerlich zwei Welten aufeinander. Doch Grace hat schon nach ihrer ersten Begegnung das Gefühl, dass es hier um etwas Größeres als nur um einen neuen Job geht. Denn Roman hütet ein dunkles Geheimnis ... Diese eindrucksvolle Geschichte erinnert daran, dass Gott selbst aus den zerbrochensten Menschen ein regelrechtes Meisterwerk formen kann.

Rezension:

Dieses Cover ist doch mal der reinste Eyecatcher oder nicht? Als ich dieses Meisterwerk entdeckte musst ich mir direkt mal die Leseprobe zu Gemüte führen. Und danach war meine Neugier mehr als geweckt. Denn ich hatte den Eindruck gewonnen, dass es um eine zarte Liebesgeschichte gehen würde. Wie falsch ich doch lag war mir zu diesen Zeitpunkt nicht bewusst. Denn dieses Buch ist soviel mehr, verpackt etwas viel Größeres, was ich so auf jeden Fall nicht erwartet hätte. 
Wenn man in diesen Roman eintaucht lernt man zuerst Grace kennen. Von ihr wusste ich zu Beginn wirklich nicht so recht was ich von ihr zu halten hab. Sie ist diese schüchterne, in sich gekehrte Frau, die für mich am Anfang sehr unsicher und verletzt gewirkt hat. Verletzt war sie dann in der Tat, aber unsicher würde ich jetzt nicht mehr unterschreiben. Sie hat eindeutig einen starken Willen und jetzt kann ich nur sagen Respekt dafür wie sie ihren Glauben vertritt und verteidigt. Dabei ist sie nie belehrend und drängt diesen Glauben auch niemanden auf. Sie ist aber bereit für Gespräche und ihre Ansicht mitzuteilen. Das eröffnete mir als Leserin auch viele Eindrücke und brachte mich zum nachdenken. Als Frau im mittleren Alter habe ich nicht wirklich etwas mit dem Thema Kirche und Glauben zu tun, aber dieser Roman öffnete mir eine Welt, die ich so nicht kannte. Und auch Roman Velasco kommt mit diesen Thema durch Grace stärker in Berührung und setzt sich dann damit auch auseinander. 
Beide sind wirklich starke Charaktere mit einer eigenen Meinung und doch nehmen sie Einfluss auf den anderen. Gefühle sind jede Menge im Spiel, aber kitschig und einfach ist die Geschichte der beiden auf keinen Fall. Sie zeigt auf, dass der Mensch sein Leben immer selbst verändert und er es auch jederzeit aus eigener Kraft in andere Bahnen lenken kann. Die Autorin vermittelt auf bildreiche und ausdrucksstarke Weise, wie der Glaube eine Stütze und ein Halt für Menschen sein kann, wenn man sich ihm öffnet. Ich habe vorher nie so darüber nachgedacht, aber diieses Buch hat meine Sicht erweitert und verändert. 
Es war mir an der ein oder anderen Stelle manchmal zu viel des Guten und für mich auch ein wenig zu perfekt im Verlauf, aber doch hat es etwas bei mir ausgelöst. Ich habe nun den Vorsatz mir die Bibel zu kaufen und wirklich mal durchzulesen. Mich mit manchen Passagen näher auseinanderzusetzen und sie auch einfach auf mich wirken zu lesen. Menschen halten seit Jahrtausenden am Glauben fest und ich möchte einfach mir ein eigenes Bild machen. Ohne dieses Buch hätte ich diesen Entschluss wohl nie gefasst. Francine Rivers ist eine großartige Autorin, die auf ihre Weise viel vermittelt ohne belehrend zu wirken. Es war sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin. Wer dem Thema Glaube offen gegenüber steht sollte sich dieses Werk der Autorin auf jeden Fall nicht entgehen lassen. 

Bewertung:

    

Sonntag, 20. Dezember 2020

Der kleine Lord von Frances Hodgson Burnett [Rezension]

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Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar vom Aufbau Verlag. Vielen Dank dafür.



Beschreibung:

Originaltitel: Little Lord Fauntleroy
Format: gebunden 
Verlag: Rütten & Loening
Erscheinungstag: 21. September 2015
Seitenanzahl: 256
ISBN-13:  978-3352006685
Preis: 12,00 €

Inhalt:

Der kleine Lord – das Original

Der siebenjährige Cedric lebt mit seiner verwitweten Mutter in ärmlichen Verhältnissen in New York, als sich sein Leben mit einem Schlag verändert: Er soll ein Lord werden. Sein Großvater, der Earl von Dorincourt, möchte seinen einzigen Enkel nach England holen, um ihn dort zu seinem Nachfolger zu erziehen.
Also machen sich Cedric und seine Mutter auf den Weg. Doch sein Großvater erweist sich als ein mürrischer, unfreundlicher Greis, und dann taucht auch noch eine Frau auf, die behauptet, ihr Sohn sei der wahre Lord.

Ein anrührende, wunderbare Weihnachtsgeschichte, die mit Alec Guinness verfilmt worden ist.

Rezension:

Man nimmt sich ja im Laufe seines Lebens schon das ein oder andere Mal vor mehr Klassiker zu lesen. So habe ich diesen Vorsatz auch schon seit Jahren, allerdings kann ich mich immer wieder nur schwer dazu durchringen. Aber da jedes Jahr zur Weihnachtszeit "Der kleine Lord" so zuverlässig wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" im Fernsehprogramm auftaucht habe ich mir dieses Jahr vorgenommen diesen Klassiker zu lesen. Bisher bin ich nämlich erfolgreich dem Film ausgewichen und dieses Jahr wollte ich mir diesen gern zu Gemüte führen, aber erst nachdem ich das Buch gelesen habe. Und nun kann ich frohen Herzens den Film anschauen, denn den Roman um den kleinen Lord Fauntleroy habe ich in 2 Tagen gelesen. Und ich kann sagen vor diesem Klassiker der Literaturgeschichte brauch wirklich keiner Angst haben. Klar der Anfang viel mir aufgrund der Sprache ein wenig schwer, aber schon nach 3, 4 Seiten hatte ich damit keinerlei Schwierigkeiten mehr. Der kleine Cedric ist wirklich ein Herzensbrecher, so klein und schon so schlau und neugierig auf die Welt. Ein grandioser Charakter, den man einfach lieb gewinnen muss. Er hat keinerlei Vorurteile und begegnet den Menschen immer offen und aufrichtig. Das er so ist, wie er ist verdankt er letztlich auch seiner Mutter. Sie spielt keine zentrale Rolle als Person, aber sie hat großen Einfluss auf den kleinen Kerl und ihre Umgebung. Diese Frau ist einfach nur bewundernswert, in der Art wie sie ihren Sohn erzieht, ihn nicht beeinflusst in seiner Meinungsbildung und ihrer Art mit der Situation umzugehen. Sie ist für mich die wahre Heldin der Geschichte. 
Natürlich wäre diese Geschichte nichts ohne den griesgrämigen alten Earl. Eine gute Geschichte lebt durch fiese und böse Charaktere. Aber auch dieser alte Herr ist für die ein oder andere Überraschung gut. 
Wenn man zu diesem Roman greift weiß man recht schnell worauf das alles hinausläuft, doch das bereitet dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch. Die Kulisse mit dem Schloss und den Bewohnern desselbigen sind einfach entzückend. Der kleine Cedric und seine Wirken sind einfach herzerwärmend und der Roman bildet damit die perfekte Lektüre an kalten Winterabenden.  

Bewertung:

    

Donnerstag, 12. November 2020

Wonderlands von Laura Miller [Rezension]

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Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank dafür.



Beschreibung:

Format: gebunden 
Verlag: wbg Theiss
Erscheinungstag: 2. Oktober 2020
Seitenanzahl: 320
ISBN-13:  978-3806240726
Preis: 28,00€

Inhalt:

Mythen, Legenden und Inspirationsquellen: Wie Autoren Welten erschaffen

Von Narnia über Mittelerde bis Hogwarts: Wenn berühmte Schriftsteller auf dem Papier ganz neue Welten erschaffen, wird das für den Leser zum Abenteuer. Doch woher nahmen C. S. Lewis, Isaac Asimov und Neil Gaiman die Inspiration für ihre fantastischen Erzählwelten?

Laura Miller hat sich auf Spurensuche begeben und gibt Bücherwürmern und Literaturbegeisterten Einblick in die Ursprünge der Lieblingsgeschichten:
  • Vom Gilgamesch-Epos bis zu den Tributen von Panem: 3000 Jahre Literaturgeschichte von den ersten Epen bis zur Fantasy, von William Shakespeare bis Douglas Adams
  • Hintergrund-Infos und über 300 Abbildungen entführen den Leser in fantastische Welten
  • Literarische Spurensuche: Welche Erzählungen dienten als Inspiration für berühmte Bücher wie „Uhrwerk Orange“ und „Die Brautprinzessin“?
  • Bewundernswerte Kreativität: Woher stammen die Ideen von Edgar Rice Burroughs, Arthur Conan Doyle und Jules Verne?
  • Literaturwelten neu entdecken: Das perfekte Geschenk für Buchliebhaber - ein ultimatives Lesevergnügen!

Das Geheimnis der Bücher: eine Entdeckungsreise durch die Welt der fantastischen Literatur

Manche Bücher entführen ihre Leser in Fantasiewelten, die noch lange nach der Lektüre nachwirken. Doch was macht diese Werke so besonders, worin liegt ihre Magie? Die 100 Kapitel von »Wonderlands« laden ein zum Schmökern oder systematisch lesen. Von uralten Mythen bis zum modernen Fantasyroman: Was Beowulf mit dem kleinen Prinzen verbindet, ist die Macht der Literatur. Warum manche Werke besonders dazu einladen, in fremden Welten zu versinken, dafür liefert diese Sammlung einen Erklärungsansatz. Sie macht aber ebenso Lust darauf, noch Unbekanntes zu entdecken und weitere Reisen in die Welt der Fantasie zu unternehmen!

Rezension:

Als ich die Inhaltsangabe für dieses Buches gelesen habe war ich sehr neugierig wie es wohl gestaltet ist. Auch wenn der Verlag schon mit seinen Bildern einen ersten Eindruck gegeben hat konnte ich es kaum erwarten dieses Werk in meinen Händen zu halten. Als es dann endlich da war ging das stöbern direkt los. 
So viel Literatur möchte natürlich strukturiert untergebracht werden und das wurde hier geschafft. Die unterschiedlichsten Autoren mit ihren Werken werden in folgende 5 Kategorien unterteilt:
  1. Alte Mythen & Legenden
  2. Wissenschaft & Romantik
  3. Das Goldene Zeitalter der Fantasy
  4. Neue Weltordnung
  5. Das Computerzeitalter
Es gibt kaum einen Buch, welches man nicht findet. Aufgelockert wird das ganze Wissen mit prächtigen Abbildungen, in denen man sich teilweise verlieren kann und immer dem Thema entsprechen. Und ich war erstaunt das ich in diesem Buch etwas entdeckte was mir schon lange nicht mehr begegnet war. In vielen modernen Büchern erfolgt die Bindung durch eine Klebebindung, doch hier hat man mit der Fadenbindung gearbeitet, was das Werk für mich direkt aufwertete.
Wenn man sich sehr für Literatur interessiert, aber sich nicht sicher ist, ob man sich an das ein oder andere große Werk herantrauen soll kann dieses Buch einen bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Über jeden Roman wird nicht nur eine kurze Inhaltsangabe abgegeben sondern eher eine kurze präzise Zusammenfassung der Handlung ohne zu viel zu verraten, sowie etwas über das Leben des Autors/ der Autorin. Ebenfalls wird erläutert welchen Einfluss das Zeitalter und die Gesellschaft auf den Roman genommen hat und wie dieser sich auswirkte, sei es auf den Leser oder andere Autoren. Auch erfährt man wieso ein Roman so erfolgreich und unvergesslich wurde. Aber stets knapp und auf den Punkt und nicht ausschweifend und langatmig.
Ich bin ehrlich ich habe noch nicht viele Klassiker gelesen und oft hemmt mich die Angst, dass mir die Sprache oder das Thema nicht liegt davor mein Vorhaben mehr von diesen zu lesen, dann doch zu einem solchen zu greifen. Aber dieses Buch verhilft einen dazu diese Angst zu überwinden, neugierig auf die unterschiedlichsten Romane zu werden und Neues zu entdecken sowie lesen zu wollen. 
Ich bin maßlos begeistert von diesem wunderbar illustrierten Reiseführer durch die vielfältige Welt der Literatur. Es ist das perfekte Geschenk für jeden Bibliophilen und Lesebegeisterten oder einfach an sich selbst. Ich werde mir wohl für jedes zukünftige Jahr 5 Bücher aus diesem Werk heraussuchen, ein Buch aus jeder Kategorie, und es lesen und irgendwann werde ich in der glücklichen Lage sein alle bedeutenden Werke zu kennen. Aber außer das ich so viele große Autoren kennenlerne habe ich so noch sehr viele Jahre Freude an diesem Buch. Und zwischendrin hab ich auch jetzt schon großen Spaß daran einfach an einer beliebigen Stelle das Buch aufzuschlagen und zu schmökern. Dieses Werk bereitet einfach Freude und ich kann es nur jedem ans Herz legen. 

Bewertung:

     

Donnerstag, 9. Juli 2020

Das Juliusspital - Ärztin aus Leidenschaft von Claudia und Nadja Beinert [Rezension]

Werbung unbezahlt
Produkt selbst gekauft


Beschreibung:

Format: Taschenbuch
Verlag: Knaur TB
Erscheinungstag: 4. Mai 2020
Seitenanzahl: 576
ISBN-13: 9783426523766
Preis: 9,99€

Inhalt:

Als die Frauen operieren lernten: die große Familiensaga um eine Frau, die im 19. Jahrhundert Ärztin werden will

Würzburg im 19. Jahrhundert: Bankierstochter Viviana Winkelmann träumt davon, Ärztin zu werden – obwohl Frauen seit 1800 nicht mehr studieren dürfen. Als die junge Frau sich unstandesgemäß verliebt und schwanger wird, wirft ihre Familie sie aus dem Stadtpalais. Um sich und ihre kleine Tochter Ella über Wasser zu halten, verdingt sich die einst vornehme Viviana als Gehilfin in der Apotheke des renommierten Würzburger Juliusspitals. Doch soll das wirklich alles sein, was sie als Frau im Leben erreichen kann? Sie belauscht Vorlesungen berühmter Ärzte am Spital und lernt Professor Virchow kennen, der einer Weltsensation auf der Spur ist. Ihre Zukunft, das spürt sie, liegt als Ärztin im Spital – auch wenn ihr dadurch nicht nur der eigene Bruder zum erbitterten Feind wird.

Rezension:


Ich habe schon das ein oder andere Buch der beiden Autorinnen gelesen und habe mich sehr auf diesen Roman gefreut. Der Klappentext klang vielversprechend und die medizinische Entwicklung ist ein Thema das mich sowieso sehr interessiert. Also war es schnell klar für mich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Gesagt, gekauft und schon konnte es mit dem Lesen losgehen.
Die Beinertschwestern lassen den Leser auch gar nicht lange zappeln und beginnen den Roman direkt mit Vivianas Schwangerschaft, was mir sehr gut gefallen hat. Diese Protagonistin ist mir im Laufe des Romans sehr ans Herz gewachsen, da sie eine starke und mutige Frau ist, die im Verlauf der Geschichte einige schwierige Hürden und schwere Schichsalsschläge einstecken muss.
Hier zeigen die Autorinnen sehr gut auf, wie wichtig den Familien das Ansehen zu dieser Zeit war und das war sogar wichtiger als das eigene Kind. Man erfährt wie stark die sozialen Unterschiede sind und worin diese sozialen Schichten sich unterscheiden. Überhaupt wird dem Leser mit einer Leichtigkeit fast nebenbei jede Menge geschichtliches Wissen vermittelt ohne das man damit erschlagen wird. Und genau das ist es was ich immer an ihren Romanen so mag, dass ich gewiss sein kann immer was zu lernen und auf Charakter zu treffen, die sich in mein Herz schleichen werden. Und von den Charakteren fürs Herz gibt es so einige aber natürlich mangelt es auch nicht an den passenden Gegenstücken. Hier haben die Schwestern ganze Arbeit geleistet und jeden Protagonisten liebevoll ausgearbeitet mit Eigenheiten, die man mögen oder hassen kann. Und das ganze Paket konnte mich aufgrund der wirklich spannenden und interessanten Handlung einfach nur fesseln.
Weder ist dieser Roman kitschig noch ein typischer "Arztroman" sondern einfach nur ein gutes historisches Buch. Wer Historienromane mag, die im Fokus starke Frauen setzen sollte unbedingt diesen Roman lesen. Ich kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen.



Bewertung:

    

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Alle sieben Wellen von Daniel Glattauer [Rezension]


Beschreibung:

Taschenbuch: 219 Seiten
Verlag: Goldmann; Auflage: 1. (8. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344247244X
ISBN-13: 978-3442472444

Preis eBook: 8,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Preis gebundene Ausgabe: 17,90 €
Inhalt:

Die Fortsetzung von "Gut gegen Nordwind"

Erstens: Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also „Gut gegen Nordwind“ gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben. Zweitens: Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo und ihrer unerfüllten Liebe abgeschlossen. Mag sein. Aber nicht für Emmi und Leo! Drittens: Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung verdient hätten und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende? Bitte, hier haben Sie’s! Viertens: Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist? Kein Problem. In diesem Buch erfahren Sie alles: von Leos Rückkehr aus Boston, von Emmis Eheproblemen und von der siebenten Welle, die immer für Überraschungen gut ist.

Rezension:


Nachdem ich “Gut gegen Nordwind” beendet hatte konnte ich gar nicht anders, als mich kopfüber in diesen Roman zu stürzen. Schließlich wollte ich doch wissen, ob es eine Fortsetzung mit Leo und Emmi gibt.
Der Schreibstil ist wie beim ersten Teil in Chatform und lässt sich ebenso schnell weglesen. Jedoch empfinde ich insgesamt das Buch als schwächer. Es hatte nicht eine dieser humorvoll, witzigen Szenen, die mich im Teil Eins noch lachen ließen. Das habe ich doch sehr vermisst und bedauert. Insgesamt ist dieser Teil für mich ziemlich düster, bedrückend und teilweise sogar nervig gewesen. Ich meine, ein wenig hin- und her und wieder zurück auf Anfang ist ja nett, aber auf Dauer ? Der Autor hat es hier eindeutig übertrieben, so wirkte Emmi´s Verhalten teilweise sogar unglaubwürdig. Sie bietet sich mehrfach an und trotz Zurückweisung wird sie nicht müde sich zu erklären. Ich weiß nicht hier hatte das Buch dann doch für mich einige Schwächen. War es im ersten Band noch niedlich, wie Leo und Emmi um den heißen Brei rumreden, hatte es hier jeden Reiz für mich verloren. Lediglich die Auflösung der Geschichte trieb mich voran, diese bis zum Schluss zu lesen.
Der Roman ist insgesamt lesenswert, keine Frage, aber so große Begeisterung wie “Gut gegen Nordwind” löste er bei mir nicht mehr aus. Schade eigentlich, hatte ich doch auf ‘Mehr’ gehofft. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte, aber das sicher nicht. Es ist seichte Unterhaltung mit ein wenig Rätsel und Spannung, die Tiefsinnigkeit vermisste ich hier jedoch. Dennoch kann man sich auch hier nicht dem Sog entziehen und muss das Buch einfach beenden. Vom Ende hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Ausführung gewünscht. Beide Romane sind jedoch mal was völlig Neues und sehr gute Unterhaltungslektüre und lassen einen durchaus auch über eigenes Verhalten und Leben sinnieren.

Bewertung:


  

Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer [Rezension]

Beschreibung:

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Goldmann (Juli 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442465869
ISBN-13: 978-3442465866
Preis eBook: 8,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Preis gebundene Ausgabe: 17,90 €

Inhalt:

Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich durch einen Zufall gestoßen. Es wurde in einem anderen Buch erwähnt und diese kurze Erwähnung weckte direkt meine Neugier. Der Klappentext klang vielversprechend und ich war gespannt, wie der Autor diese Idee umsetzen würde.
Ich war überrascht, dass das gesamte Buch in eMail-Form geschrieben ist. Es gibt keine festgelegten Zeitangaben, es könnte also 1999 oder 2016 spielen, es werden lediglich mal einzelne Monate benannt. Ansonsten ist die Optik eher vage, typisch eMail z. Bsp. zwei Tage später, 10 Minuten später. Die einzelnen Passagen der Hauptcharaktere Emmi und Leo werden mit RE und AW gekennzeichnet. Sollte man mal die Orientierung verlieren hilft die persönliche Anrede oder der Abschiedsgruß. Ich habe mich aber sehr gut zurecht gefunden. Durch diesen Aufbau flogen die Seiten auch nur so dahin.
Nun aber zu den Charakteren. Emmi ist eine aufgeweckte Persönlichkeit, die zu Beginn jedoch viel reifer wirkt und die ich älter geschätzt hatte. Um ihr Alter macht sie lange ein Geheimnis, bis es doch irgendwann herauskommt. Über sie erfährt man nur schemenhaft etwas erst nach und nach gibt sie Privates von sich preis. Leo ist ein sympathischer Charakter, der auch ziemlich redegewandt ist. Er gibt schon mal das ein oder andere Detail über sich an Emmi weiter und so erfährt auch der Leser mehr über ihn.
Beide haben eine wundervolle Art der Kommunikation und ich hatte großen Spaß bei diesen beiden mitzulesen. Man kommt sich ein klein wenig wie ein Voyeur vor und ich hatte manches mal das Gefühl in die Privatsphäre der Beiden einzudringen. 
Der Autor beweist hier ein sehr gutes Händchen bei der Darstellung, wie Menschen, die wir gar nicht kennen zum wichtigen Teil in unserem Alltag werden können. Ich denke der ein oder andere erkennt sich durchaus wieder. Wer schon mal gechattet hat ohne, dass dem ein Treffen folgte stellte sicher auch schnell fest, wie wichtig einem diese Person werden kann. Es gab Stellen bei denen ich sehr lachen musste und es gab Stellen bei denen ich ebenso nervös, wie die Protagonisten, war.
Dieser Roman hat mich komplett in seinen Bann gezogen und der Autor hat mich mit dieser Art des Geschichtenerzählens komplett für sich gewinnen können. Seine Redegewandtheit und seine Ausdrucksweise sind einfach bezaubernd und die ein oder andere Formulierung hätte nicht treffender sein können. Und da ich Emmi und Leo noch nicht verlassen wollte habe ich mich direkt in den nächsten Roman von Daniel Glattauer “Alle sieben Wellen” gestürzt.

Bewertung:

Montag, 9. Januar 2017

Restart - Die Begegnung von Mela Wagner [Rezension]


Beschreibung:

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Montlake Romance (20. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503943321
ISBN-13: 978-1503943322

Preis eBook: 4,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99 €

Inhalt:

Die erste Liebe ist überwältigend, intensiv und stürmisch.

So ergeht es auch Leni und Paul. Bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem eine unerwartete Nachricht alles verändert. Sie treffen eine folgenschwere Entscheidung, die das junge Glück zerstört und den Kontakt abbrechen lässt.

Bei ihrem zehnjährigen Klassentreffen sehen sie sich wieder. Die Erinnerungen und Gefühle der Vergangenheit lassen sich nicht mehr ausblenden und drängen sich unaufhaltsam in ihr Leben. Was ist damals wirklich passiert? Was ist aus dem Mädchen geworden, in das sich Paul Hals über Kopf verliebt hat?

Leni versteckt sich hinter der Fassade der erfolgreichen Chefredakteurin eines internationalen Modemagazins. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln und die Geschichte beginnt von neuem …


Rezension:

Oh mein Gott...kann ich nur sagen. Das Buch hat mich nach seinem Klappentext sehr gereizt, aber ich wusste nicht wirklich was mich erwarten würde. Nach dem Lesen kann ich nur sagen, dass mich die Emotionen total überrollt haben. Ich habe geweint und vor allem mitgefühlt. Die Autorin schildert alles so ausdrucksstark, dass man sich förmlich in Leni hineinversetzen kann. Ich habe mit ihr gelitten, mit ihr geweint und vor allem konnte ich ihren tiefen Abgrund, an dem sie sich bewegt nachvollziehen. Das Leni und mich eine Sache verbindet machte es für mich umso emotionaler. Es geht nicht darum, dass sie eine harte, emotionslose, kalte Geschäftsfrau ist, es geht um das was sie zu verstecken versucht. Ich konnte mich besser denn je mit dieser Person identifizieren, die Autorin schildert sie so authentisch und so intensiv, dass ich nicht nur einmal zum Taschentuch greifen musste. Sie ist so viel mehr und versteckt sich hinter dieser Maske und nur Paul kann erkennen, wer sie wirklich ist. Leni hatte mich sofort in ihren Bann gezogen, sie trägt ihre Maske und glaubt irgendwann wirklich diese Person zu sein, bis Paul wieder in ihr Leben tritt. Dieses tragen der Maske kenne ich auch und ich weiß, dass wenn man fest genug daran glaubt, dass es für einen irgendwann real erscheint. Dieses Buch traf direkt mein Herz, deswegen ist das wahrscheinlich eine der persönlichsten Rezensionen, die ich jemals geschrieben habe. 
Zu Beginn starten wir mit einer entscheidenden Szene, die dann aber im wichtigsten Moment abgebrochen wird und ich mich fragte: Was ist passiert? Ziemlich lange lässt uns Mela Wagner hier im Ungewissen und ich fragte mich; Worauf läuft das Ganze hinaus? Als sich das Bild dann immer mehr und mehr hinauskristallisierte war ich überwältigt und sprachlos. Ich wollte einfach immer mehr über Leni und Paul erfahren und war wie gebannt. Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen,nein, ab einen bestimmten Punkt habe ich es inhaliert. Leni und Paul sind zwei Charaktere, die die gemeinsame Vergangenheit jeder für sich anders wahrgenommen haben. Jeder trägt sein Paket und ich kann nicht sagen, wer mehr gelitten hat. Ich kann mich klar auf die Seite von Leni stellen und verstehe sie wirklich sehr gut, dass liegt aber auch daran, dass ich mich sehr mit ihr identifizieren kann. Paul hat sicher auch sein Paket zu tragen und war mir immer sympathisch. Überhaupt ist dieses Szenario, welches die Autorin hier in den Fokus rückt für jeden Menschen eine Belastungsprobe und ich verstehe warum das junge Glück daran zerbrochen ist. Nach Jahren des Verdrängens, als sich die Beiden wieder begegnen spürt man als Leser, dass es nicht Vergangenheit ist und man hofft und bangt. Ich war völlig hin- und hergerissen und immer wieder gab es Stellen, an denen ich ein Taschentuch benötigte. Mela Wagner ist einfach grandios darin Emotionen bei mir als Leserin herauszukitzeln und ich konnte mich nicht gegen die Tränen wehren. Sei es, dass ich mich an einigen Stellen persönlich wiedererkannte oder es nachempfinden konnte. Dieses Buch ist atemberaubend und zum Schluss konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen. Auch wenn dieser Teil zu Ende ist muss ich unbedingt wissen wie es mit Leni weitergeht. An sich könnte man diesen Roman als abgeschlossen betrachten, aber mit dem Wissen das es einen zweiten Teil geben wird, findet mein Herz einfach keine Ruhe. 

Bewertung:

    

Freitag, 6. Januar 2017

Der Für-immer-Mann von Susan Mallery [Rezension]


Beschreibung:

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (7. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956496248
ISBN-13: 978-3956496240
Originaltitel: Quinn's Woman

Preis eBook: 9,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99 €

Inhalt:

Quinn glaubt nicht, dass es die richtige Frau für ihn gibt.

Doch bei einem Wettkampf begegnet er der Selbstverteidigungsexpertin D.J., die ihn buchstäblich aus den Socken haut. Zwischen ihnen sprühen vom ersten Augenblick an die Funken. Da passt es sehr gut, dass D.J. ihn als Ausbilder haben möchte. So kann er ihr körperlich umso näher kommen. Nachteil: Emotional beißt er bei D.J. auf Granit. Doch so leicht lässt sich ein Special-Forces- Mann nicht von seinem Ziel abbringen …


Rezension:

Mit seinem farbenfrohen und frischen Cover sprang mir dieses Buch direkt ins Auge. Dann habe ich den Klappentext gelesen und meine Neugier war geweckt. Ich habe auch gesehen, dass es der 11 Teil der Hometown Heartbreakers Reihe ist und da hatte ich schon ein wenig Bedenken. Aber jetzt kann ich sagen, dass man die vorherigen Teile nicht gelesen haben muss, denn dieser Roman ist in sich abgeschlossen. Wenn man die vorherigen gelesen hat kann man allerdings sicher die Namen besser auseinander halten, weil jeder Roman sich einer Person widmet, hier war es Quinn. Die Anzahl der Personen und alle ihre Namen sowie die dazugehörige Familie auseinander zu halten war für mich bei mancher Szene schon etwas zu viel. So ohne Vorkenntnisse fühlte ich mich da doch leicht überfordert. Ich konzentrierte mich also bei der Handlung mehr auf D. J. und Quinn, na gut ihre Freundin und seinen Bruder konnte ich mir dann auch noch merken. Ansonsten war der Familien- und Personenkreis doch recht groß und für mich etwas undurchschaubar. Aber diese Szenen hielten sich in Grenzen und fielen dadurch nicht so sehr ins Gewicht. Nun aber zu den beiden Hauptcharakteren. D. J. ist eine starke und selbstständige Persönlichkeit. Sie hat klar ihre Vorstellungen von ihrem Leben und ihrer Zukunft. Sie lässt Nähe gar nicht zu und wirkt ziemlich emotionslos, sicher sie hat ihre Gründe, aber das man sich so sehr verschließen kann war für mich unglaublich. Ich fand sie als Person schon sympathisch, aber in diesem Roman ist eindeutig Quinn mein Lieblingscharakter. Er war mir direkt sympathisch, denn er kommt mit viel Humor daher und bei dem ein oder anderen Satz von ihm musste ich schon laut loslachen. Aber auch er schleppt so einiges mit sich herum und ist daher ein Einzelgänger. Er ist der Inbegriff eines taffen, selbstsicheren, klugen und muskulösen Mannes. Aber im Verlauf des Romans lernt man auch die weichen Seiten von ihm kennen und die haben mir sehr gut gefallen. Ich habe zeitweise nicht gewusst, ob ich mit D. J. soviel Geduld gehabt hätte. 
Insgesamt hat mir der Roman wirklich gut gefallen und bis auf die vielen Nebencharaktere habe ich an diesem Buch auch nichts zu meckern. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert, mitgelacht und ich bin sicher, dass ich noch das ein oder andere Buch dieser Autorin lesen werde. 

Bewertung: