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Mittwoch, 21. Januar 2026

Das Herz aus Gold von Weina Dai Randel

Werbung unbezahlt
 Produkt selbst gekauft


Beschreibung:

Seiten: 440
Verlag: Tinte & Feder
ASIN ‏ : ‎ B0F1PCXXJX
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 9. Dezember 2025
Preis eBook: KU oder 4,49 €
Preis TB: 11,99 €

Inhalt:

Der neue historische Roman der internationalen Bestsellerautorin erzählt vom mitreißenden Kampf einer jungen Heldin in der Unterwelt Schanghais in den 1920er Jahren

China, 1925: Als die 15-jährige Anyu Zhang ein unbezahlbares Fabergé-Ei im Schnee findet, zögert sie nicht lange, es seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Isaak Mandelburg war einst Meisterjuwelier des russischen Zaren und ist nun auf der Flucht. Aus Dankbarkeit gibt er Anyu seine Adresse und ein Versprechen: In Schanghai wird sie ihm immer willkommen sein, ganz gleich, was geschieht.

Jahre später, nachdem Anyu zur Waise wurde, sucht sie den Juwelier tatsächlich auf und taucht unmittelbar in eine Welt voller Geheimnisse, Glanz und Gier ein. Fest entschlossen, selbst Juwelierin zu werden, arbeitet sie unermüdlich an ihrem Ziel. Doch Schanghai ist gefährlich: Brutale Gangster beherrschen die Straßen, skrupellose Rivalen wollen Anyu ausnutzen, und besessene Sammler sind bereit, alles zu tun, um an die wertvollsten Schätze zu gelangen …



Rezension:



Auf dieses Buch bin ich durch Zufall gestoßen und von der Autorin hatte ich noch nie was gehört. Aber der Klappentext konnte mich überzeugen und ich begann sofort mit dem Lesen. 
Der Schreibstil ist ruhig und angenehm und ich kam gut in die Geschichte hinein. 
Anyu unsere Hauptprotagonistin ist bescheiden und sehr sympathisch und ich habe sie sehr gern auf ihrer herausfordernden Reise begleitet. Gefühlt muss dieses arme Mädchen und später Frau jeden Schicksalsschlag durchleben, den es nur zu geben scheint. Aber ihre Liebe für die Juweliertätigkeit begleitet sie ihr ganzes Leben und wird auch für den Leser bildlich und wunderbar dargestellt. Ich mochte es mehr über die Tätigkeit eines Juweliers zu erfahren. Aber auch historisch kommt man hier nicht zu kurz. Ich habe mich ehrlich gesagt nie groß mit der Geschichte Chinas befasst, aber die Autorin vermittelt hier wunderbar die Geschehen der Zeit. Und dabei wirkt es zu keiner Zeit trocken und staubig. 
Alles in Allem ist es ein Roman in den man wirklich abtauchen kann und einen die Zeit vergessen lässt. Es passiert ständig so viel, dass es einen nur so durch die Seiten zieht. Dieses Buch ist jetzt für mich zwar kein Highlight nach meiner Definition, dafür hat es mich emotional nicht 100% überzeugen können, aber es ist definitiv ein sehr gutes Buch. Wer ein wenig über China in der Zeit Anfang der Zwanziger bis Ende der Fünfziger erfahren möchte und dabei den Weg einer starken Frau gehen möchte sollte sich dieses Buch auf jeden Fall nicht entgehen lassen. Von mir ganz klar eine Leseempfehlung.

Bewertung:

   

Dienstag, 27. Oktober 2020

Kingsbridge - Der Morgen einer neuer Zeit von Ken Follett [Rezension]

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Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar von der Lesejury. Vielen Dank dafür.



Beschreibung:

Originaltitel: The Evening and the Morning
Format: gebunden 
Verlag: Lübbe
Erscheinungstag: 15. September 2020
Seitenanzahl: 1024
ISBN-13: 978-3785727003
Preis: 36,00€

Inhalt:

Ein Epos um Gut und Böse, Liebe und Hass – die Vorgeschichte zu Ken Folletts Weltbestseller "Die Säulen der Erde"

England im Jahr 997. Im Morgengrauen wartet der junge Bootsbauer Edgar auf seine Geliebte. Deshalb ist er der Erste, der die Gefahr am Horizont entdeckt: Drachenboote. Jeder weiß: Die Wikinger bringen Tod und Verderben über Land und Leute.
Edgar versucht alles, um die Bürger von Combe zu warnen. Doch er kommt zu spät. Die Stadt wird beinahe völlig zerstört. Viele Menschen sterben, auch Edgars Familie bleibt nicht verschont. Die Werft der Bootsbauer brennt nieder. Edgar bleibt nur ein Ausweg: ein verlassener Bauernhof in einem Weiler fern der Küste.
Während Edgar ums Überleben kämpft, streiten andere um Reichtum und Macht in England. Unter ihnen: der gleichermaßen ehrgeizige wie skrupellose Bischof Wynstan, der idealistische Mönch Aldred und Ragna, die Tochter eines normannischen Grafen ...

Edgar, Ragna, Wynstan, Aldred – ihre Schicksale sind untrennbar miteinander und mit ihrer Zeit verbunden. Ihr Land, das England der Angelsachsen, ist eine Gesellschaft voller Gewalt. Eine Gesellschaft, in der selbst der König es schwer hat, Recht und Gerechtigkeit durchzusetzen.

Gemeinsam mit Edgar, Ragna, Wynstan und Aldred erleben wir den Übergang von dunklen Zeiten ins englische Mittelalter – und den Aufstieg eines unbedeutenden Weilers zum Ort Kingsbridge, den wir seit "Die Säulen der Erde" kennen und lieben.

Rezension:

Seit ich gesehen habe, dass dieser Roman erscheint wollte ich ihn lesen. Ich bin ehrlich, ich hatte nicht mit einem erneuten Roman zu Kingsbridge gerechnet, aber Ken Follett ist eben immer für Überraschungen gut. Nach dem Lesen der Leseprobe wollte ich unbedingt wissen wie es weiter geht. 
Die Geschichte beginnt mit Edgar und mit dem Überfall auf seine Stadt. Edgar ist einer unserer Hauptprotagonisten, der mir im Verlauf der Handlung wirklich ans Herz gewachsen ist. Er ist ist gänzlich anders als die Männer seiner Zeit und hat moralische Grundsätze, die manch anderem nicht schaden könnten. Zudem ist er wirklich ein schlauer Kopf, der jede Lebenslage als Herausforderung sieht und mit seinem Intellekt und seinem Handeln das Dorf voranbringt. An ihm macht uns der Autor deutlich das es solche Menschen waren, die die Zivilisation voranbrachten. Er nimmt nicht alles als gegeben hin, bringt sich viel selbst bei, erweitert seine Sachkenntnisse und ist stehts bemüht Dinge zu optimieren und für die Menschen in seiner Umgebung die Situation zu verbessern. Er ist wirklich ein starker Charakter mit einem starken Willen und guten moralischen Grundsätzen. Ja ich gebe zu ich bin ein kleiner Fan von ihm. Sein weibliches Gegenstück ist hier Ragna. Sie ist zwar eine Edelfrau und ihr mangelte es nie an Essen oder Geld, aber ihr sind die kleinen Leute nicht egal. Sie ist bemüht gerechte Entscheidungen zu treffen und jedem Aufmerksamkeit zu schenken. Ich fand sie einfach großartig. Sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht mit ihrer Intelligenz immer einen Ausweg zu finden. Das Schicksal spielt ihr im Verlauf der Handlung übel mit und sie muss sich gegen mächtige Männer zur Wehr setzen, aber wie sie das meistert ist bewundernswert. Ich weiß nicht, ob ich nicht manchmal an ihrer Stelle einfach aufgegeben hätte. 
Und zu einem Mann und einer Frau des Guten kommt noch der gute Geistliche, unser Aldred. Er ist mir besonders sympathisch gewesen, weil sein Herz für das geschriebene Wort schlägt. Aber nicht nur das macht ihn zu einem Sympathieträger, auch das er für die kleinen Leute da ist und versucht ihnen gerecht zur Seite zu stehen egal welchen Gegenwind er bekommt. Denn auch er hat es nicht ganz einfach. Denn es gibt natürlich gerade in kirchlichen Kreisen Männer die nach Macht streben und denen er ein Dorn im Auge ist. 
Überhaupt hat Ken Follett in diesem Roman eine schöne Mischung aus guten und bösen Charakteren geschaffen und gerade die Bösen haben mich manchmal ganz schön wütend gemacht. Wenn man denkt sie kommen mit ihren Handlungen immer durch egal wieviel gegen sie spricht, dann kann einen das schon sehr erzürnen. 
Dieser Roman umfasst 10 Jahre und man ist erstaunt was alles in 10 Jahren so passieren kann. Wie Menschen kommen und gehen, ein Dorf sich entwickelt und wie gute Menschen schwere Schicksale erleiden und doch nie aufgeben. Dieser Roman hat etwas mehr als 1000 Seiten, doch einmal begonnen kann man kaum aufhören zu lesen. Die Handlung zieht einen mit sich, es passiert ständig etwas Neues und es wird nie langweilig. Bis zum Schluss wusste ich nicht, ob ich das Ende erhalte, was ich mir so sehnlichst gewünscht habe. Immer wieder geschehen unvorhergesehene Dinge, der Autor überrascht einen immer wieder aufs neue und die Charaktere wachsen einen ans Herz. Nun ist das Buch beendet und doch wünschte ich mir es hätte noch mehr Seiten gehabt, damit ich noch ein wenig Zeit mit Edgar, Ragna und den anderen verbringen könnte. Dieser Teil hat mir noch besser als der letzte Kingsbridgeroman gefallen und ich überlege schon, ob ich mich nochmal auf den ersten Teil stürze. Ken Follett hat hier wirklich wieder großartige Arbeit geleistet und hat hier eine wunderbare Vorgeschichte geschaffen, die es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. 

Bewertung:

    

Sonntag, 25. Oktober 2020

Das Erbe der Päpstin von Helga Glaesener [Rezension]

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Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar vom Aufbau Verlag. Vielen Dank dafür.




Beschreibung:

Format: gebunden 
Verlag: Rütten & Loening
Erscheinungstag: 22. September 2020
Seitenanzahl: 464
ISBN-
13: 978-3352009280
Preis: 22,00€

Inhalt:

Die Legende lebt

Die junge Freya wird Zeuge, wie ihre von dänischen Wikingern entführte Mutter ermordet wird. Anschließend flieht sie gen Süden, getrieben von der Sehnsucht nach ihrem Großvater Gerold. Bald findet sie heraus, dass Gerold inzwischen in Rom lebt, als Schutzherr des Papstes. Verkleidet schafft Freya es, im Jahr 858 in die Heilige Stadt zu gelangen. Doch dort muss sie mitansehen, wie Gerold während einer Prozession ermordet wird – und mit ihm der Papst, der in Wahrheit eine Frau ist: die kluge Heilerin Johanna. Freya beschließt, herauszufinden, wer hinter dem Mord an der Päpstin steckt, auch wenn sie damit übermächtige Feinde auf den Plan ruft.

Inspiriert vom Weltbestseller „Die Päpstin“ erzählt Helga Glaesener eine große, sehr eigenständige Geschichte – wie das Mädchen Freya sich aufmacht, das Erbe Johannas zu verteidigen.

Rezension:

Als ich erfuhr, dass dieser Roman erscheinen würde war ich sofort interessiert. Es ist schon viele Jahre her, dass ich "Die Päpstin" gelesen habe, aber ich weiß noch wie fasziniert und gefesselt ich damals von dem Roman war. Dann habe ich mir die Leseprobe geschnappt und habe sofort gemerkt das diese Geschichte ebenso das Potenzial hat mich vollkommen für sich einzunehmen. Als das Buch dann bei mir ankam musste ich sofort mit dem Lesen beginnen. 
Unsere Hauptprotagonistin ist Freya und wir lernen sie als Heranwachsende kennen. Sie ist eine wirklich starke und in ihrem Wesen gefestigte Person, die mich oft mit ihrem Handeln beeindruckte. Sie hat ein Ziel vor Augen, welches sie verfolgt egal welche Steine ihr in den Weg gelegt werden. Ich fand sie einfach großartig und habe sie für ihren Mut und ihre Tapferkeit oft bewundert. Ich weiß nicht, ob ich all das ertragen hätte was ihr das Schicksal auferlegt hat. Überhaupt spart die Autorin nicht mit wirklich teilweise brutalen Szenen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass einem Menschen doch gar nicht soviel Tod und Gewalt in einem Leben widerfahren kann. Aber scheinbar wohl doch. Bis zum Schluss weiß man nicht, ob man das Ende bekommt was man sich für Freya erhofft. Aber wie so oft im Leben ist es ein Auf und Ab der Gefühle, von tiefer Verzweiflung bis hin zum höchsten Glücksgefühl. Die Autorin hat mit ihrem wirklich sehr angenehmen Schreibstil und dem Aufbau der Handlung ein großartiges historisches Drama geschaffen, das mich wirklich gefangen genommen und mit sich gezogen hat. Auch wenn ich mich hier nicht nur auf Drama festlegen möchte, denn dieser Roman hat viele Facetten. Wir haben natürlich hier das Historische, aber es waren auch Elemente von Thriller dabei und das gewisse Maß an Gefühl rundete das Lesevergnügen für mich perfekt ab. 
Ich kann hier also eine klare Leseempfehlung aussprechen für alle, die gerne historische Romane lesen. Aber wer gerne spannende und aufregende Romane liest und sich bisher noch nicht an das historische Genre herantraute, dem kann ich diesen Roman als Einstieg nur empfehlen. Vielleicht wäre diese Handlung auch mit der oder anderen brutalen Szene weniger ausgekommen und vielleicht hätte auch der ein oder andere Protagonist gerne ein wenig länger leben können, aber ansonsten fand ich den Roman einfach nur großartig. 

Bewertung:

   



Donnerstag, 24. September 2020

Madame Curie und die Kraft zu träumen von Susanna Leonard [Rezension]

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Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar von vorablesen.de. Vielen Dank dafür.





Beschreibung:

Format: Taschenbuch 
Verlag: Ullstein Taschenbuchverlag
Erscheinungstag: 31. August 2020
Seitenanzahl: 465
ISBN-13: 978-3548063867
Preis: 11,00€

Inhalt:

„Träume dir dein Leben schön, und mach aus diesen Träumen eine Realität.“ Marie Curie

Paris, 1891. Schon als Kind träumte Marie davon, eines Tages der Enge ihrer von Russland besetzten polnischen Heimat zu entfliehen. Nun, 20 Jahre später, erfüllt sich dieser Traum: Marie darf an der Sorbonne studieren. Dafür musste sie hart kämpfen, denn eine Frau ist in der Welt der Wissenschaft nicht gern gesehen. Doch Marie weiß, was sie will. Trotz aller Anfeindungen stürzt sie sich in die Forschung – und ins Leben. Als sie dem charmanten Physiker Pierre Curie begegnet, ist ihr Glück perfekt. Pierre wird ihre große Liebe, eine Liebe, die ihresgleichen sucht. Mit Pierre erzielt sie bahnbrechende Erfolge. Doch der Preis dafür ist hoch, und Marie ahnt nicht, welche tragischen Schicksalsschläge das Leben noch für sie bereithält.

Forscherin, Rebellin, Liebende – die Geschichte einer einzigartigen Frau, die die Welt verändern sollte

Rezension:

Als ich die Vorschau für dieses Buch gesehen hatte war meine Neugier geweckt. Marie Curie ist vielen ein Begriff, aber wer war diese Frau wirklich? Was wissen wir wirklich über sie, außer dass sie die Radioaktivität entdeckt hat? Also ich wusste nicht viel mehr über sie und war gespannt, was mir dieses Buch noch über sie verraten würde. 
Das Buch beginnt zwar in Paris 1926 aber relativ schnell springt die Handlung nach Warschau und zu Maries Kindheit, was mir den Einstieg wirklich leicht machte. Die Autorin hat dazu noch einen wunderbaren Schreibstil und die Handlung lässt sie auf zwei Zeitebenen abspielen, was das Lesen von Anfang an sehr angenehm machte. Im Roman begleiten wir Marie durch ihre Kindheit, die alles andere als einfach war. Und schon hier kristallisiert sich deutlich heraus welch ein ehrgeiziger und schlauer Mensch diese Frau bzw. Mädchen war. Wir begleiten sie dann auf ihrem Weg von Warschau in die einzelnen ländlichen Gegenden, wo ihre Familie wohnt bis nach Paris. Und auf diesem Weg lernen wir auch Maries Vorbild kennen. Im Laufe der Handlung wurde sie mir immer sympathischer und ich habe so sehr für sie gehofft, dass sich ihre Träume erfüllen werden. 
Was ich besonders interessant fand war die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft und wie unterschiedlich die Frauen damit umgingen. Und im Zuge dessen erfahren wir auch wie sehr sich Pierre für seine Frau eingesetzt und sie unterstützt hat. Ich würde sagen diese Frau hatte großes Glück solch einen Mann, der seiner Zeit weit voraus war, an ihrer Seite zu haben. Aber ihre Liebe zu Pierre und die Entdeckung der Radioaktivität spielen erst nach 250 Seiten eine Rolle, so dass die Autorin wirklich ihr Augenmerk auf die Entwicklung von Marie in jungen Jahren gelegt hat. Dies mag aber auch daran liegen, dass es schon genügend Werke über das gemeinsame Leben der Curies gibt, wie sie selbst im Nachwort erläutert. 
Besonders eindringlich fand ich die Schiilderung, wie die Curies leichtfertig mit den radioaktiven Stoffen hantierten, denn das wäre heutzutage undenkbar. 
Alles in allem kann ich sagen, dass dieser Roman mich von der ersten bis zur letzten Seite faszinierte und fesselte. Ich habe einiges dazu gelernt und habe jetzt ein deutlich besseres Bild dieser großartigen Wissenschaftlerin und möchte diese Rezension mit einem Zitat abschließen:

"Wenn ihr auch nur ahnen würdet, welche ungeheure Energie in der Radioaktivität steckt! Mir wird ganz schwindelig, wenn ich daran denke. Ich weiß nicht, welchen praktischen Nutzen die Menschheit einst daraus ziehen wird, doch glaubt mir: Die Radioaktivität wird unsere Welt verändern." (Madame Curie S. 407)

Bewertung:

   

Donnerstag, 9. Juli 2020

Das Juliusspital - Ärztin aus Leidenschaft von Claudia und Nadja Beinert [Rezension]

Werbung unbezahlt
Produkt selbst gekauft


Beschreibung:

Format: Taschenbuch
Verlag: Knaur TB
Erscheinungstag: 4. Mai 2020
Seitenanzahl: 576
ISBN-13: 9783426523766
Preis: 9,99€

Inhalt:

Als die Frauen operieren lernten: die große Familiensaga um eine Frau, die im 19. Jahrhundert Ärztin werden will

Würzburg im 19. Jahrhundert: Bankierstochter Viviana Winkelmann träumt davon, Ärztin zu werden – obwohl Frauen seit 1800 nicht mehr studieren dürfen. Als die junge Frau sich unstandesgemäß verliebt und schwanger wird, wirft ihre Familie sie aus dem Stadtpalais. Um sich und ihre kleine Tochter Ella über Wasser zu halten, verdingt sich die einst vornehme Viviana als Gehilfin in der Apotheke des renommierten Würzburger Juliusspitals. Doch soll das wirklich alles sein, was sie als Frau im Leben erreichen kann? Sie belauscht Vorlesungen berühmter Ärzte am Spital und lernt Professor Virchow kennen, der einer Weltsensation auf der Spur ist. Ihre Zukunft, das spürt sie, liegt als Ärztin im Spital – auch wenn ihr dadurch nicht nur der eigene Bruder zum erbitterten Feind wird.

Rezension:


Ich habe schon das ein oder andere Buch der beiden Autorinnen gelesen und habe mich sehr auf diesen Roman gefreut. Der Klappentext klang vielversprechend und die medizinische Entwicklung ist ein Thema das mich sowieso sehr interessiert. Also war es schnell klar für mich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Gesagt, gekauft und schon konnte es mit dem Lesen losgehen.
Die Beinertschwestern lassen den Leser auch gar nicht lange zappeln und beginnen den Roman direkt mit Vivianas Schwangerschaft, was mir sehr gut gefallen hat. Diese Protagonistin ist mir im Laufe des Romans sehr ans Herz gewachsen, da sie eine starke und mutige Frau ist, die im Verlauf der Geschichte einige schwierige Hürden und schwere Schichsalsschläge einstecken muss.
Hier zeigen die Autorinnen sehr gut auf, wie wichtig den Familien das Ansehen zu dieser Zeit war und das war sogar wichtiger als das eigene Kind. Man erfährt wie stark die sozialen Unterschiede sind und worin diese sozialen Schichten sich unterscheiden. Überhaupt wird dem Leser mit einer Leichtigkeit fast nebenbei jede Menge geschichtliches Wissen vermittelt ohne das man damit erschlagen wird. Und genau das ist es was ich immer an ihren Romanen so mag, dass ich gewiss sein kann immer was zu lernen und auf Charakter zu treffen, die sich in mein Herz schleichen werden. Und von den Charakteren fürs Herz gibt es so einige aber natürlich mangelt es auch nicht an den passenden Gegenstücken. Hier haben die Schwestern ganze Arbeit geleistet und jeden Protagonisten liebevoll ausgearbeitet mit Eigenheiten, die man mögen oder hassen kann. Und das ganze Paket konnte mich aufgrund der wirklich spannenden und interessanten Handlung einfach nur fesseln.
Weder ist dieser Roman kitschig noch ein typischer "Arztroman" sondern einfach nur ein gutes historisches Buch. Wer Historienromane mag, die im Fokus starke Frauen setzen sollte unbedingt diesen Roman lesen. Ich kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen.



Bewertung:

    

Dienstag, 16. Januar 2018

Funkenflug von Izabelle Jardin [Rezension]


Beschreibung:

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag*: Tinte & Feder (31. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503946800
ISBN-13: 978-1503946804
Preis eBook*: 4,99 €
Preis Taschenbuch*: 9,99 €

Inhalt:

Der neue Roman der Bestsellerautorin von »Bernsteintränen«.

Manchmal glühen die Funken der Vergangenheit im Feuer der Gegenwart weiter.

Constantin ist die Liebe ihres Lebens. Daran hat Faye Duncan keinen Zweifel. Deshalb will die Journalistin ihren Freund auf dem Schloss seiner Ahnen heiraten.

Aber Constantins Vater ist damit nicht einverstanden. Tradition verpflichtet und Faye genügt nicht seinem ausgeprägten Standesdünkel. Doch so leicht gibt die selbstbewusste Faye nicht auf.

Als sie das alte, wunderschöne Gemälde der Urgroßmutter Constantins entdeckt, fängt sie an, fieberhaft zu recherchieren. Nach und nach taucht sie ein in ein Familiengeheimnis, das sie zurückführt ins viktorianische Zeitalter und in die Lebens- und Liebesgeschichte dieser faszinierenden Frau. Für Faye beginnt die Reise in eine Vergangenheit voller Tragik und Schicksalsschläge, an deren Anfang ein unglaubliches Ereignis steht: eine nicht standesgemäße Verlobung im August 1851 … und der Funke eines Feuerwerks, der mehr entfacht als bloße Leidenschaft.

Izabelle Jardin verknüpft das Leben zweier Paare über Jahrhunderte hinweg. Auf zauberhafte Weise entführt sie die Leser in eine längst vergangene Epoche voller dramatischer Ereignisse.

Rezension:

Ich habe schon das ein oder andere Buch dieser Autorin gelesen und habe mich daher sehr auf diesen Roman gefreut. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend und dementsprechend groß war meine Neugier. 
Ich liebe ja Geschichten, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen und genau das wurde ja auch im Klappentext angedeutet. Und so kam es auch. Unsere Hauptprotagonistin der Gegenwart ist Faye. Eine empathische Engländerin mit einen großen Herz. Sie hat so ihre Macken, aber wer hat die denn nicht. Manchmal fand ich ihre emotionale bzw. mitfühlende Art ein wenig anstrengend, aber sie ist doch eine liebenswerte Figur. 
Constantin, ihr Verlobter, ist ein richtiges Goldstück. Seine gesamte Art hat mich für sich eingenommen. Überhaupt wurde jeder Charakter liebevoll von Izabelle Jardin geformt, dass ist beim Lesen des Romans deutlich spürbar. 
Constantins Urgroßmutter ist eine beeindruckend starke Persönlichkeit und ich fand es unfassbar, wie sie ihr Schicksal meisterte. Diese Zeitebene, in der ihr Leben beschrieben wird, gefiel mir ein wenig besser, als die Gegenwart. Der Plot ist insgesamt gut, aber ich frage mich, ob es nicht doch besser gewesen wäre, wenn die Autorin das Leben der Urgroßmutter allein stehend geschrieben hätte. Gerade in Bezug auf Faye und der Gegenwart blieb ich am Ende ziemlich in der Luft hängen. Für mich ist das Ende nicht wirklich rund. Eigentlich macht mich das sogar ein wenig traurig, denn bisher konnten mich die Romane der Autorin immer vollständig überzeugen. 
Alles in allem ist es ein solider Roman zwei verschiedener Generationen, der sehr angenehm zu lesen ist und doch irgendwie anders als die sonstigen Romane von Izabelle Jardin, die ich bisher gelesen habe. Auch wenn es mich nicht komplett überzeugen konnte, werde ich gespannt auf ihr nächstes Buch warten. 

Bewertung:

  


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Mittwoch, 22. November 2017

Fundament der Ewigkeit von Ken Follett [Rezension]


Beschreibung:

Gebundene Ausgabe: 1168 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 2 (12. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785726007
ISBN-13: 978-3785726006
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: A Column of Fire

Preis eBook: 25,99 €
Preis gebundene Ausgabe: 36,00 €


Inhalt:

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors:

1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen - koste es, was es wolle.

Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...


Rezension:

Wie lange haben wir auf eine Fortsetzung gewartet. Ich muss ehrlich gestehen nach all diesen Jahren waren mir die beiden Vorgänger nicht mehr so recht präsent. Aber ich kann sagen, dass man die ersten beiden Teile nicht gelesen haben muss, um diesen Roman zu verstehen. Das einzige was alle gemeinsam haben ist die Kathedrale von Kingsbridge. 
Das neue Werk von Ken Follett ist sehr umfangreich und man benötigt seine Zeit, um sich einzufinden und alle Charaktere kennen zu lernen. Auch die Handlungsorte sind vielfältig und man kann diesen Roman definitiv nicht nebenbei lesen. Denn wir befinden uns neben Kingsbridge in Paris, London, Spanien und anderen Orten. Man kommt also ganz schön rum und mit den Orten nehmen die Personen zu, die wir kennen lernen und eine Rolle für die Haupthandlung spielen. Irgendwann geht alles fließend ineinander über und die Wege der Personen kreuzen sich. Die Handlungsstränge laufen also zeitweise parallel und finden sich dann zusammen. Ein spannendes Konzept, was ich sehr gerne mag, aber mich auch manches Mal forderte. Man muss sich also alles sehr gut merken und am Ball bleiben. Ken Follett hat aber auch eine kleine Personenübersicht erstellt, auch wenn ich diese nicht brauchte. Der rote Faden ist natürlich Ned Willard und seine Familie. Ihn fand ich sehr sympathisch und sein Lebensweg ist einfach nur beeindruckend. Er ist eindeutig ein sehr intelligenter und strebsamer Mann, der sein Leben der Krone widmet. Und wenn wir schon bei der Krone sind kann man natürlich Elisabeth I. nicht ignorieren. Der Autor zeichnet hier ihr Leben und Wirken sehr gut nach, auch wenn es mir manchmal zu geschichtlich war. Überhaupt fand ich, dass dieser Roman manches mal eher einer Biographie der Königin und der Geschichte Englands glich, als Unterhaltung. Natürlich gibt es viel drumrum und viele Personen spielen eine Rolle, aber es geht um die Religionsfreiheit und dem Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken. Es war beeindruckend, wie unterschiedlich das Handeln der einzelnen Charaktere hier war und wie stark sie bereit waren für ihren Glauben einzustehen. 
Dieser Roman ist großartig, wenn auch an menschen Stellen zu detailreich und langatmig. Man braucht definitiv Zeit und Ruhe, um die Gesamtheit zu erfassen und Ned Willard auf seinem Weg zu begleiten. Das Warten hat sich wirklich gelohnt und ich kann dem Autor nur Respekt zollen für dieses Werk. 

Bewertung:

   


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Donnerstag, 4. Mai 2017

Die Sanduhr unserer Liebe von Kate Riordan [Rezension]


Beschreibung:

Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (10. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453419847
ISBN-13: 978-3453419841
Originaltitel: THE SHADOW HOUR
Preis eBook: 8,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99 €

Inhalt:

England, 1878: Harriet Jenner ist einundzwanzig Jahre alt, als sie durch die Tore von Fenix House tritt. Nach einer persönlichen Tragödie glaubt sie nicht daran, dass ihr neues Leben als Hauslehrerin einfach wird. Knapp fünfzig Jahre später tritt Harriets Enkelin Grace Fairford in ihre Fußstapfen. Für Grace, die mit den faszinierenden Geschichten ihrer Großmutter aufwuchs, ist Fenix House wie aus einem Märchen, ein magischer Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist. Doch der verblichene Glanz der Villa entlarvt Harriets Geschichten bald als Lügen, und Grace findet sich in einem Dickicht aus tragischen Geheimnissen wieder ....

Rezension:

Das Cover sprang mir direkt ins Auge und vermittelt einen edlen Glanz vergangener Zeiten. Als ich den Klappentext gelesen hatte, wollte ich unbedingt mehr erfahren. 

Die Geschichte wird auf zwei Handlungsebenen erzählt, einmal aus der Sicht von Harriet im Jahr 1878 und aus der Sicht von Grace 50 Jahre später. Diese Erzählperspektive war unglaublich spannend zu lesen. Denn die beiden Hauptprotagonisten lernen wir auf diese Weise besser kennen. Sie sind jede auf ihre Art äußerst sympathisch und liebenswürdig. Sowohl Grace als auch Harriet sind mir sehr ans Herz gewachsen und da die Geschichte immer zwischen den Beiden hin und her switcht, wurde ich regelrecht vorwärts gezogen. Denn die Autorin wechselte immer in den aufregendsten Momenten zwischen den Charakteren. Für mich war es ein wunderbares Leseerlebnis, welches es mir kaum ermöglichte, das Buch beiseitezulegen. Die Zeit und der Ort dieses alten herrschaftlichen Anwesens Fenix House mit den Bewohnern bildete einen großartigen Schauplatz. Zu jeder Epoche hat es seinen ganz eigenen Charme, der die Stimmung beim Lesen beeinflusste und perfekt zur Handlung passte. In den frühen Jahren stand es für Reichtum und Eleganz, in der Zeit von Grace wirkte es eher düster und fast schon gruselig. Die Entdeckungen, die Grace macht, wie sie sich ihr eigenes Bild über die Vergangenheit zusammensetzt, war aufregend und bewirkte, dass ich neugierig auf die Auflösung war. 

Dieser Roman enthält auch einen Hauch Romantik, der das Bild perfekt abrundet. Ich fühlte mich versetzt in eine andere Zeit und teilweise hatte ich das Gefühl, dass man normalerweise nur bei einem Jane Austen Roman hat. Die Jahrhundertwende, die Umgangsformen und die Rätsel erzeugen eine Wirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Ich dachte an frühere Romanhefte, die ich mal gelesen hatte, nur das dieses Buch um ein Vielfaches besser ist. Ich bin hingerissen und sicher, dass ich in naher Zukunft wieder einen Roman von Kate Riordan lesen werde. Es ist ein historischer, temporeicher Roman mit Elementen eines Kriminalromans, der mich als Leser völlig mit sich riss und begeistern konnte. Absolute Leseempfehlung von mir für Fans historischer Romane. 

Bewertung:

    

Donnerstag, 16. Februar 2017

Sophie Elisabeth - Die Gesandte des Zaren Bd. 1 von Christopher Ross


Beschreibung:

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Weltbild (14.12.2016)
ISBN-10: 3959731388
ISBN-13: 978-3959731386

Preis eBook: 9,99 €
Preis gebundene Ausgabe: 10,99 €

WICHTIGER HINWEIS:
Das Buch ist nur bei Weltbild erhältlich Bestell-Tel.: 0180-53 54 321 und bei www.weltbild.de

Inhalt:

Romantische Liebe in Sankt Petersburg, atemlose Spannung in der endlosen Taiga, gefährliche Intrigen in Russisch-Amerika

In Sankt Petersburg findet die badische Prinzessin Sophie Elisabeth ihre große Liebe. Im Winterpalais der Zarenfamilie begegnet sie Nikolai, einem eigenwilligen Offizier der Leibwache. Doch ihre junge Liebe steht unter keinem guten Stern. Denn als scharfer Kritiker Zar Alexanders entdeckt Nikolai eine hinterhältige Intrige gegen den Gouverneur im fernen Russisch-Amerika – und wird verraten. Als Sophie Elisabeth erfährt, dass er aus dem Gefängnis geflohen ist, folgt sie ihm in ihrer Verzweiflung auf einer entbehrungsreichen Reise durch die einsame und wilde Taiga. Um die Gefahren der Natur zu überstehen und Nikolai und die Zukunft Alaskas zu retten, muss sie ihre adeligen Fesseln abstreifen und all ihre Stärke aufbringen.

Rezension:

Dieses Buch klang für mich spannend und wie ein Abenteuerroman. Mit 320 Seiten ist das Buch nicht sonderlich dick und liegt beim Lesen gut in der Hand. Der Klappentext verrät schon, dass es hier um eine Reise quer durch Russland geht. 
Sophie Elisabeth ist hier unser Hauptcharakter und zu Beginn dachte ich, dass ich mit ihr nicht so richtig warm werde. Aber im Verlauf der Handlung wurde sie mir immer sympathischer. Sie ist eine typische Prinzessin, die von der Welt außerhalb ihrer Mauern nur wenig Ahnung hat. Sie ist jedoch, untypisch für eine Frau, an der Politik interessiert. Je länger ich sie auf ihrem Weg begleitete, desto mehr wuchs sie mir ans Herz. 
Nikolai ist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen und ich habe immer um ihn gebangt. Er ist ein toller Mann, der einer Frau Respekt entgegenbringt. Er hält den Wert der Freundschaft hoch und vergisst nicht, was manche Menschen in der Vergangenheit für ihn getan haben. Ich mag ihn sehr gerne. 
Als ich mit dem Lesen begann hatte ich das Gefühl ich würde einen guten alten Schmöker lesen, aber das änderte sich je mehr ich in die Geschichte abtauchte. Die Handlung konnte mich sehr fesseln und teilweise kam mir dieses Buch wie eine Abenteuerreise vor. Der Autor beschreibt hier bildreich das weite Russland und seine Bewohner. Die Kälte konnte ich teilweise spüren und die beiden Hauptprotagonisten auf ihrer Flucht zu begleiten ließ manchmal meinen Puls hochschnellen. Die Gefahren der Natur und die heiklen Situationen der Flucht zogen mich in seinen Bann. Manchmal wirkte das ein oder andere kitschig, gerade im Bezug auf das Kennenlernen von Nikolai und Sophie Elisabeth. Manchmal hatte der Roman auch seine Längen, die aber auch schnell überwunden waren. Ob wirklich mehrere Bände notwendig gewesen sind wird sich dann beim nächsten Teil zeigen. Ich werde diesen auf jeden Fall lesen, denn ich möchte wissen wie es mit Sophie Elisabeth und Nikolai weitergeht. Leider weiß ich noch nicht, wann dieser erscheinen wird. 

Bewertung: