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Samstag, 22. Oktober 2016

Mirror von Karl Olsberg [Rezension]







Beschreibung:

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (15. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 374663234X
ISBN-13: 978-3746632346
Preis eBook: 9,99 €
Preis Taschenbuch: 12,99 €


Inhalt:

Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.

Er tut alles, um dich glücklich zu machen.

Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen. 

Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen …

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich in einem Buchshop im Bahnhof aufmerksam geworden. Der Klappentext und das Cover machten mich mehr als neugierig.
Der Einstieg in das Buch gestaltete sich für mich zunächst schwierig. Denn der Anfang ist ziemlich verwirrend und auf den Leser stürmen viele Informationen ein. Wir lernen in den ersten Kapiteln so ziemlich jeden Protagonisten kennen und haben dadurch mehrere parallele Handlungsstränge. Jedes Kapitel enthält einen Handlungsstrang, also insgesamt laufen 3 – 5 Handlungsstränge nebeneinander. Erst gegen Ende fügen sich diese dann langsam zusammen. Das war für mich zu Beginn doch etwas, was mich leicht verwirrte und überforderte. Doch nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich daran, je besser man auch die Charaktere kennenlernt, und es erhöht so auch das Tempo des Romans. Was auch daran lag, dass die Kapitel doch sehr kurz gehalten wurden. An die 70 Kapitel warten hier auf den Leser und ich habe mir manches Mal gewünscht, dass diese doch ein paar Seiten mehr enthalten würden. Der Schreibstil an sich ist gut verständlich und auf zu viel irritierende Fachsimpelei wird auch verzichtet. Bis auf wenige technische Erläuterungen, die auch notwendig für die Handlung sind, hat der Autor hier eine beängstigend realistische Situation geschildert. Im Fokus stehen hier eindeutig der Mirror und sein Netzwerk und durch die unterschiedlichen Personen werden dem Leser die Erfahrungen der einzelnen Nutzer mit diesem System näher gebracht. Die Charaktere wurden hier für mich relativ neutral und oberflächlich gehalten, denn sie stehen ja auch nicht im Mittelpunkt. Trotzdem mochte ich vor allem Andy sehr, er ist wirklich ein liebenswerter Charakter. Und gerade er machte für mich sehr deutlich, wie sich die Personen auf ihren Mirror einlassen und sich von ihm leiten lassen, nicht zuletzt weil sie auch auf ihn durch persönliche Defizite angewiesen sind. Die Darstellung der Personen und ihre Beziehung zu dieser neuen Technologie hat Karl Olsberg wirklich gut hinbekommen. Allerdings steht auf dem Cover auch „Thriller“ und dieser war für mich eher bis auf einige Elemente weniger erkennbar. Ich empfand es eher als einen spannenden Sci-Fi-Roman, der bei unserer technologischen Entwicklung gar nicht so unrealistisch und durchaus vorstellbar ist. Und gerade deshalb war dieser Roman für mich auch etwas beängstigend.
Wer also Lust auf einen temporeichen möglichen Blick in unsere Zukunft hat ist bei diesem Roman goldrichtig.


Bewertung:

  

Dienstag, 27. September 2016

Blätterrauschen von Holly-Jane Rahlens [Rezension]


Beschreibung:

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 3 (27. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499216868
ISBN-13: 978-3499216862
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren

Preis eBook: 12,99 €
Preis gebundene Ausgabe: 14,99 €

Inhalt:

Als es eines stürmischen Herbstnachmittags an die Hintertür zum Leseclub der Buchhandlung Blätterrauschen klopft, ahnen Oliver, Iris und Rosa nicht, dass sie bereits mitten in einem großen Abenteuer stecken. Denn der Junge vor der Tür kommt aus der Zukunft. Und es dauert eine Weile, bis er versteht, dass er sich nicht in einem virtuellen Spiel befindet, sondern gegen seinen Willen in die Vergangenheit gereist ist – ins 21. Jahrhundert!
Oliver, Rosa und Iris geraten gemeinsam mit Colin in eine gefährliche Zeitschleife. Und müssen feststellen, dass sie alle Figuren eines Komplotts sind, in dem es um nicht weniger geht als um ihr Leben – und um unser aller Zukunft!


Rezension:

Dieses Buch wusste ich erst nicht einzuschätzen. Das Cover, sowie der Klappentext haben mich sofort fasziniert, aber deswegen wusste ich trotzdem noch nicht was mich erwarten würde. Jetzt nach dem Lesen muss ich sagen hätte man vielleicht auf eine kindlichere Gestaltung des Covers zurück greifen sollen. Unsere Hauptprotagonisten sind 12 bis 13 Jahre alt und sprechen eine Leserschaft ab dem 10. Lebensjahr an. Dafür finde ich das Cover sehr erwachsen gewählt auch wenn es mir sehr gut gefällt.
Zu den Charakteren muss ich sagen, dass die Autorin hier eine wunderbare Zusammenstellung gelungen ist. Jeder der drei, ob Iris, Rosa oder Oliver hat seine eigene Art, die auch sehr gut rüber kommt. Mir waren sie alle auf ihre Weise sympathisch. Und ich habe gern dieses Abenteuer mit ihnen bestritten. Während ihrer spannenden Reise wachsen sie zusammen und zeigen uns wie wichtig Zusammenhalt und Freundschaft ist. Das man diese auch dort findet, wo man es gar nicht erwartet.
Die Autorin hat einen angenehm, der Zielgruppe entsprechenden Schreibstil und konnte mich mitreißen. Gespannt verfolgte ich die Ereignisse und stellte selbst meine Theorien auf. Verschiedene wissenschaftliche Themen werden aufgegriffen uns wunderbar erläutert. Wir lernen jede Menge über die Zeit und ihre Tücken. Als Leser taucht man in ein Abenteuer hinein und lässt sich treiben. Ich fand es einfach wunderbar die drei auf ihrem Weg zu begleiten und mit ihnen zu rätseln, bangen und staunen.
Ich habe mich mit diesem Roman sehr unterhalten gefühlt und es sind viele Dinge, die beschrieben werden, für unsere reale Welt vorstellbar. Teilweise war dies schon beängstigend.
Das gesamte Buch ist ein Sci-Fi-Abenteuer für jüngere Leser und überaus fesselnd.
Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und welche Abenteuer unsere drei kleinen Helden dann bestehen müssen.


Bewertung:

   

Samstag, 9. Juli 2016

These Broken Stars - Lilac und Tarver von Amie Kaufman und Meagan Spooner



Beschreibung:

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Carlsen (27. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551583579
ISBN-13: 978-3551583574
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: These Broken Stars

Preis eBook: 13,99 €
Preis gebundene Ausgabe: 19,99 €

Inhalt:

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls... "Eine der packendsten, aufregendsten und schönsten Geschichten, die ich je gelesen habe. Wenn es sein muss, marschiere ich persönlich in jedes Haus, um Lesern das Buch vor die Nase zu halten!" (Marie Lu) Dies ist Band 1 der Serie "These Broken Stars". Band 2, "These Broken Stars. Jubilee und Flynn", erscheint am 25. November 2016.

Rezension:


Tja wer kennt dieses Buch vom Aussehen her nicht ? Es ist ein Eyecatcher ganz klar. Man kann im Buchladen und Buchgruppen der sozialen Netzwerke hinsehen wo man will überall begegnet einem dieses Buch. Ich war mehr als gespannt, was mich erwarten würde. Nun muss ich auch dazu sagen, dass ich sonst eigentlich das Genre Sci-Fi meide, aber hier reizte es mich. Ob es nun am Hype oder am Cover lag vermag ich nun nicht mehr zu sagen. Kann ich diesen Hype nach dem Lesen bestätigen ? Nein. Nun verteufelt mich bitte nicht gleich, aber es ist meine Meinung, denn da hab ich dieses Jahr doch schon Bücher gelesen die um einiges besser waren. Aber fangen wir mal von vorne an. 
In die Geschichte kommt man schnell hinein und der Schreibstil ist einem Jugendbuch entsprechend leicht verständlich. Die Aufteilung der Geschichte hatte mir wirklich gut gefallen. Die Story wurde hier abwechselnd aus Lilacs und Tarvers Sicht geschildert und die länge der Kapitel variierten. Manches mal war mir ein Kapitel zu lang, da ich doch eher kurze Kapitel bevorzuge. Aber auch war manches Kapitel nur 2 Seiten lang.
Wir befinden uns zu Beginn direkt auf der Icarus und lernen dieses Schiff kennen. Ich fand jedoch alles doch ein wenig zu vage und hätte mir gerne mehr Ausführungen darüber gewünscht. Außer der schier unglaublichen Größe habe ich kein genaues Bild dieses Schiffes. Auch konnte ich mit einigen Begriffen, die hier Verwendung fanden nicht wirklich etwas anfangen. Für einen Leser der Sci-Fi äußerst selten bis gar nicht liest waren mir einige Dinge nicht geläufig. Manches mal wurde dieses im Nachhinein noch erläutert, aber wenn dann erst viele Seiten später. Nach dem Absturz ging das eigentliche Abenteuer dann los. Wobei ich sagen muss, ich habe es mir spannender vorgestellt. Der Planet ist gut umschrieben, doch irgendwie langweilig. Wirklich spannendes passiert da nicht, was nicht mit Lilac und Tarver zusammenhängt. Ich hatte mir schon vorgestellt, dass es eine Herausforderung von größerem Ausmaß für die beiden wird. Alles ist relativ vorhersehbar, den Grund erfahrt ihr schon nach wenigen Seiten in diesem Buch. Teilweise war mir die Story auch zu oberflächlich, sie birgt viel mehr Potenzial in sich.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich mochte ja besonders Tarver, er ist eben eine bodenständige Persönlichkeit mit vielen Erfahrungen. Lilac muss ich ehrlich gestehen, ging mir mit ihrem Denken und Handeln teilweise richtig auf die Nerven. Manches konnte ich einfach nicht nachvollziehen.
Aber trotzdem muss ich sagen ist dieses Buch eine tolle Geschichte für Jugendliche. Sie enthält eine große Portion Abenteuer, einen Hauch Romantik mit der richtigen Brise Hoffnung. 

Bewertung:


  


Donnerstag, 24. September 2015

Young World - Die Clans von New York von Chris Weitz [Rezension]




Beschreibung:

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (22. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423761210
ISBN-13: 978-3423761215
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Preis: 18,95 €

Inhalt:

Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.

Rezension:


Young World - Die Clans von New York sprang mir direkt durch sein dunkles und geheimnisvolles Cover ins Auge. Der Klappentext ist nun nicht besonders lang, daher habe ich die Leseprobe gelesen und einmal angefangen regelrecht verschlungen.
Nun da ich das gesamte Buch kenne kann ich mich nun am Gesamteindruck erfreuen.
Aber eins nach dem andern.
Wer sich diesem Buch widmen möchte sollte keinesfalls vergessen, dass es ein Jugendbuch ist. Dies wird einem auch schon auf den ersten Seiten durch lockere Sprüche, saloppe Umgangssprache und einfache Textstruktur deutlich gemacht.
Die Handlung wird im Wechsel aus der Sicht von Jefferson oder Donna geschildert. Ich fand diese Einteilung sehr angenehm, aber auch beide Charaktere waren für mich sympathische Personen.
Die Grundidee dieses Buches fand ich von Anfang an ziemlich faszinierend und wie es zu dieser Situation gekommen ist, ist durchaus keine so unreale Vorstellung. Teilweise beängstigend schildert der Autor hier ein Szenario, was durchaus eintreten könnte.
Wie diese ganzen Personen mit der Situation umgehen, wie sie sich anpassen oder ihre eigenen Strukturen aufbauen ist für mich spannender Lesestoff gewesen.
Dem Buch fehlte es garantiert nicht an Action und Spannung, denn Donna, Jefferson und ihre Freunde haben einiges durchzustehen. Also ich muss sagen, da ich sonst eher weniger Dystopien oder Bücher dieser Genre lese, habe richtig mit gelitten, mitgelacht und gehofft.
Sicher muss man den Stil der einfachen Textstruktur, den sich der Autor hier ausgesucht hat mögen. Teilweise lesen sich die Dialoge, wie aus einem Theaterstück. Für mich war dies jedoch kein Problem und ich empfand es für ein Jugendbuch sogar als passende Variante.
Auf der letzten Seite erfährt dann der Leser, dass am 27.05.2016 Young World - Nach dem Ende erscheinen wird. Der Titel wirft zumindest in meinem Kopf schon Fragen auf. Ich freu mich drauf und bin mehr als gespannt wie es weitergeht.